Das Energiegesetz entzweit den Wahlkreis Willisau

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Bei einer tiefen Stimmbeteiligung von lediglich 35 Prozent ist im Kanton Luzern das Energiegesetz mit einem Ja-Anteil von fast 60 Prozent angenommen worden. Das revidierte Energiegesetz hatte im Regierungsrat und Kantonsrat Zustimmung erfahren, die SVP ergriff jedoch das Referendum, weshalb es nun zur Volksabstimmung gekommen ist. Die Vorlage, die das Potenzial zu Energieeinsparungen bei Gebäuden und auch die Energiestrategie 2050 des Bundes unterstützen soll, fand in erster Linie in eher urbanen Gebieten grosse Unterstützung. In der Stadt Luzern gab es 72 Prozent Ja, in der Agglomeration immerhin noch 59 Prozent. Auch der Wahlkreis Sursee verzeichnete 56 Prozent Zustimmung. Gesamthaft gesehen kam es in den beiden Wahlkreisen Entlebuch und Willisau zu einem Nein. Im Amt Willisau waren die Ergebnisse in den Gemeinden teilweise sehr knapp, in der Analyse bietet sich auch ein uneinheitliches Bild: Knapp wars in Wikon mit 154 Ja zu 153 Nein, in Altishofen mit 169 zu 163 und in Nebikon mit 221 zu 214. Relativ deutlich dafür das Ergebnis in Dagmersellen mit 480 Ja zu 587 Nein. Reiden, das wohl aufgrund der kommunalen Abstimmung zum Schulhaus-Neubau kantonsweit die vierthöchste Stimmbeteiligung verzeichnete, sagte mit 980 Ja zu 1094 Nein ebenfalls klar Nein zum Energiegesetz.

Die Luzerner Stimmberechtigten haben mit dem klaren Nein zur Initiative «Für eine sichere Gesundheitsversorgung im ganzen Kanton Luzern» die Gesundheitspolitik der Regierung gestützt. Der Ja-Anteil für das Anliegen des überparteilichen Komitees «Luzerner Allianz für Lebensqualität» betrug kantonsweit lediglich 27,2 Prozent. Der Regierungsrat hatte im Vorfeld argumentiert, dass die Initiative keinen Mehrwert bringe. Dies, weil bereits eine flächendeckende Versorgung mit den Spitälern Luzern, Sursee und Wolhusen bestehe. Im Wahlkreis Sursee lag der Ja-Stimmen-Anteil bei lediglich 23 Prozent. In den Gemeinden des Wahlkreises Willisau war die Vorlage ebenfalls chancenlos. Ufhusen mit 17,6 Prozent und Egolzwil mit 17,7 Prozent steuerten die tiefsten Ja-Anteile zum Ergebnis bei. Die 26,9 Prozent Ja in der Gemeinde Reiden entsprachen fast dem kantonalen Mittel bei dieser Gesundheitsvorlage.

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