17 Gemeinden aus der Region Aarau sind sauer auf die SBB

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Symbolbild Archiv

Vor einem Jahr sah es ganz danach aus, als würde im Raum Aarau ein kleines Eisenbahnwunder passieren. Die Bern-Lötschberg-Simplon-Bahn (BLS) sprach davon, sie wolle jede Stunde mehrere direkte Schnellzüge mit Halt in Aarau führen. Im Herbst gab sie diesen Plan dann auf. Die Konsequenz? Den Behörden im Raum Aarau bleibt nichts anderes übrig, als gegen das magere Angebot der SBB zu protestieren. Gerade jetzt besteht wieder Gelegenheit dazu. Am 28. Mai stellten die SBB den Fahrplanentwurf 2019 (gilt ab 9. Dezember 2018) online. Bis am kommenden Sonntag können zusätzliche Begehren und Unstimmigkeiten

 

Kein direkter Zug an den Flughafen
Das hat die von Stadtammann Hanspeter Hilfiker geleitete Organisation «aarau regio» (17 Gemeinden sind Mitglied) jetzt getan. Sie ist laut einer Medienmitteilung mit dem Fahrplan 2019 der SBB unzufrieden: «Die negativen Veränderungen des Fernverkehrsangebots bringen unerwünschte Auswirkungen für die Region Aarau und für das weit darüber hinausgehende Einzugsgebiet des Bahnhofs Aarau.»

«aarau regio» stellt vor allem auf der Linie Bern-Zürich sowie in Richtung Ostschweiz eine Verschlechterung fest. «Aarau soll mit dem Fahrplan 2019 die stündliche Direktverbindung von und zum Flughafen Zürich verlieren», heisst es in der Medienmitteilung. «Mit dem Fahrplanwechsel sollen sich des Weiteren die Fahrzeiten Basel-Zürich verlängern.» Wegen Bauarbeiten (Elektrifizierung) im deutschen Allgäu würden zudem die Zahl der EC-Züge Basel-Aarau-Zürich-München reduziert. Und, so klagt «aarau regio»: «Die Auswirkungen von Störungen auf dem Netz im kombinierten S-Bahn und RE-Einsatz erweisen sich überdies häufig als negativ.»

Wartezeiten verkürzen
Für «aarau regio» ist klar: «Das künftige Angebot sollte früher eingebüsste Angebotsqualitäten wettmachen und deutliche Verbesserungen bringen.» Konkret etwa schnelle Direktverbindungen des Jurasüdfuss-Zuges IC 5 (oder einer anderen IC- Anbindung) über Zürich HB hinaus zum Flughafen Zürich und in die Ostschweiz. Oder die Realisierung der schnellen IC-Verbindung Aarau–Bern.

Oder bessere Verbindungen ins Tessin in Form einer direkten Anbindung des Aarelandes in Arth-Goldau an den Gotthard-Fernverkehr. Und das auch nach Ende 2020. Denn von Mitte 2019 bis Ende 2020 sieht es gut aus, weil die SBB wegen der Sperrung der Linie an der Ostseite des Zugersees (Tunnel Walchwil) über Rotkreuz ZG (Anschluss ans Freiamt) fahren.

Gefordert wird weiter eine Lösung betreffend langer Aufenthalte von IR-Zügen (37 und 17) in Zürich beziehungsweise Olten. Der IR 37 fährt die Strecke Basel–Aarau–Zürich HB–St. Gallen und hält dabei heute lange 15 Minuten in Zürich. Der IR 17 ist von Bern über Burgdorf und Olten nach Zürich unterwegs. Er strapaziert die Nerven der Passagiere in Olten mit einer 9-minütigen Wartezeit.

Als Letztes möchte «aargau regio» die attraktive Einbindung von Aarau in das hochwertige Fernverkehrsangebot «mit Direktverbindungen und raschmöglichstem Halbstundentakt Zürich-Aarau-Basel».

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