OK-Präsident des Jodlerfests: «Brauchtum ist in»

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Urs Kneubühler ist OK-Präsident des 62. Zentralschweizer Jodlerfestes in Schötz. (Foto: Mathias Bühler)

75 Wettvorträge mit einer Gesamtdauer von 86 Stunden. Sind Sie zufrieden mit den Anmeldungen?

Urs Kneubühler: Wir sind sehr zufrieden. In der Regel ist die Zahl nach einem Eidgenössischen Jodlerfest geringer. Wir haben mit 500 Vorträgen gerechnet. Unsere Erwartungen wurden übertroffen.

Worauf führen Sie das zurück?

Unter anderem darauf, dass wir das Jodlerfest der kurzen Wege sind. Die vier Vortragslokale liegen in einem Radius von nur 200 Metern. Der Alphornplatz ist vom Jodlerdorf aus in vier Minuten erreichbar, das Fahnenschwingerlokal in sechs Minuten. Zudem ist unser Jodlerdorf topfeben – und autofrei.

Worauf sonst sind Sie stolz?

Mit den Freunden Alter Traktoren Schötz konnten wir vom Jodlerklub Bärgglöggli Schötz erstmals einen zweiten Trägerverein gewinnen, der nichts mit Jodeln zu tun hat. Das erfüllt mich mit Stolz. Ebenso das Jodelmusical. Es wurde diese Woche am Donnerstag sowie Freitag aufgeführt und diente als Einstimmung auf unser Fest. Der Ansturm war gewaltig: Beide Abende waren ausverkauft. Toll ist zudem, mit welchem Engagement unsere Helfer ans Zeug gehen.

Eine weitere Spezialität ist die offene Bühne, die seit längerem in Betrieb ist.

Wir haben sie im September des vergangenen Jahres errichtet. Seither diente sie als Treffpunkt. Unter anderem gab es hier einen Weihnachtszauber, an der Fasnacht hat die Guggenmusik gespielt, am Karrsamstag fand ein Eiertütschen statt und Ende Mai hatten wir ein Akustik-Rockkonzert mit Feierabendbier. Während des Jodlerfests tritt auf der offenen Bühne der Schweizer Folklorenachwuchs auf. Ich freue mich auf die jungen Talente aus den Bereichen Jodeln, Alphorn und instrumentale Volksmusik.

Bereits 1977 fand in Schötz ein «Zentralschweizerisches» statt. Sind die Anlässe vergleichbar?

Ich war damals als junges Mitglied unseres Jodlerklubs dabei. Viel hat sich seither verändert, das Wichtigste aber ist gleichgeblieben: Im Zentrum steht die Pflege der Volkskultur. Verändert hat sich unter anderem der Umfang des Anlasses. Unser Fest ist viel grösser als das vor 41 Jahren. Auch jenes von 1977 war sehr gut organisiert. Seither hat aber eine Professionalisierung stattgefunden – nicht nur bei uns, sondern beispielsweise auch bei Schwingfesten. Dadurch ist der Aufwand deutlich gestiegen. Ein weiterer grosser Unterschied ist das gesunkene Durchschnittsalter. Brauchtum ist in und zieht immer mehr Jüngere an.

Autor: David Koller

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