Einheimische und exotische Problempflanzen im Zaum halten

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Experte Andreas Merz (links) war einer der Referenten. (Foto: Werner Stirnimann)

«Wertverminderung durch einheimische und exotische Problempflanzen» hiess diese Woche eine Veranstaltung, zu dem der Bäuerinnen- und Bauernverein Altbüron-Grossdietwil-Fischbach geladen hatte. Andreas Merz von der Umweltberatung Luzern stellte in der Mehrzweckhalle Hiltbrunnen im Auftrag des Kantons die Herausforderungen im Zusammenhang mit den invasiven Neophyten, Werner Stirnimann aus Langenthal die Problemfälle im Bereich der einheimischen Pflanzen vor. Dabei zeigte sich, dass in beiden Fällen bisher nur ausgewählte Arten grosse Probleme verursachen und die Informationen im Internet zur erfolgreichen Bekämpfung beitragen. Intensiv diskutiert wurde im Anschluss die Rolle der verschiedenen Instanzen sowie der verschiedenen Akteure im Bereich Landwirtschaft, Wald, Privateigentum und Biodiversitätsförderung. Es wurde festgestellt, dass es nichts bringt, wenn die verschiedenen Betroffenen den schwarzen Peter jeweils anderen zuschieben. Mit Beispielen konnte aufgezeigt werden, dass Früherkennung und sofortige Handeln oftmals stunden- oder wochenlanges Arbeiten in späteren Jahren verbeugen kann. Noch vielversprechender ist es, wenn sich die Betroffenen helfen. Aktuell stellt das stark aufkommende Einjährige Berufkraut alle Beteiligten und Betroffenen jedoch auf eine harte Probe. Im Rahmen der Aktionstage «Arten ohne Grenzen» wird dazu aufgerufen, diese problematische Pflanze in den nächsten Tagen und Wochen wo immer möglich samt Wurzeln zu entfernen. Diverse Beispiele zeigen, dass sonst einer Ausbreitung in Siedlungsraum, entlang von Verkehrsflächen und in ökologisch wertvollen Wiesen und Weiden bis auf weiteres keine Grenzen gesetzt scheinen. Das ist einerseits verheerend, weil der Futterwert des Schnittguts oder der Weide abnimmt und das Einjährige Berufkraut ohne weiteres seltene, einheimische Pflanzenarten wie zum Beispiel die Glockenblumen verdrängen und damit auch indirekt rare Tierarten wie zum Beispiel Wildbienen zum Aussterben bringen kann.

Weitgehend im Griff

Im Ausland und wohl auch in der Schweiz gibt es Gebiete, in den man einheimischen Problemunkräutern und invasiven Neophyten praktisch nicht mehr Herr werden kann. In der Gegend zwischen Napf und Aare und zwischen Wigger und Langete konnten seit 2006 durch gut koordinierte, gemeinnützige oder professionelle Arbeit die Bestände vieler einheimischer Problempflanzen wie auch Neophyten stark gesenkt und die weitere Vermehrung und Verbreitung gestoppt werden. (Werner Stirnimann)

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