Tödliche Filter?

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Philippe Pfister (Archivbild)

Tödliche Filter?

Der Schweiz steht nach dem Seilziehen um das neue Geldspielgesetz eine weitere Internet-Debatte bevor. Es geht um das Urheberrecht. In der EU ist der Streit schon entbrannt. Ein neues Gesetz soll Urheberrechte besser schützen. In die Pflicht genommen würden Online-Plattformen wie Facebook & Co: Sie sollen dafür sorgen, dass sich geschütztes Material nicht einfach so ausbreiten kann. Betroffen wären zum Beispiel Memes: Fotos mit einem lustigen Spruch , die User hochladen – wobei die Bilder oft geklaut sind. Kritiker befürchten, die Plattformen würden Filter installieren und so einen Teil der Internet-Kultur abwürgen.

Abgesehen davon, dass es mit dieser Kultur manchmal nicht so weit her ist: Die Argumente der Internet-Gemeinde muten teilweise bizarr an. Sie befürchtet etwa eine «automatisierte Zensur». Dass heute das Gegenteil – die automatisierte Urheberrechtsverletzung – gang und gäbe ist, wird ausgeblendet. Keine Zeitung, kein Fernsehkanal und keine Radiostation kann einfach mir nichts, dir nichts Bild-- oder Videomaterial zusammenstehlen und nach Belieben in die Welt tragen. Wieso soll das ein einzelner User dürfen, der im Prinzip das Gleiche tut? Teile des Internets haben sich als rechtsfreie Räume etabliert. Das kann sich keine Gesellschaft erlauben, die auf Dauer funktionieren soll. Es ist richtig und wichtig, dass das Urheberrecht auch im Internet mit Nachdruck durchgesetzt wird. Wer sich eingeschränkt fühlt, muss vielleicht etwas dazu lernen: Zitieren - auch von Bildern - ist auch künftig möglich. Man muss es halt nur richtig machen.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

"Tödliche Filter" gegen den Tod der Printmedien

Gustav Brosamen
schrieb am 22.06.2018 03:38
"[....] zusammenstehlen und nach Belieben in die Welt tragen. Wieso soll das ein einzelner User dürfen, der im Prinzip das Gleiche tut?"
> Im Unterschied zum angesprochenen User verdienen professionelle Medien mit den veröffentlichten Bildern oder Texten Geld - daher ist bei diesen eine Urheberrechtsabgabe logischerweise gerechtfertigt.

In ein paar Jahren gibt es keine klassischen Zeitungen mehr, Print-Journalisten sind verzweifelt und versuchen daher den Weg über Zensuren im Internet zu propagieren.

in der alten Zeit gefangen

Mättu
schrieb am 18.06.2018 09:55
Leider scheint der Redaktor in der alten Zeit gefangen zu sein und das Internet ist für Ihn Neuland. Gefangen in einer Zeit von Abzocker und Kopierer. Der Redaktor scheint nicht zu beachten, dass wir auf allen möglichen Geräten bereist eine Urheberrechtsabgabe bezahlen (Kopierer, Scanner, Speichermedien usw.) zudem mit Zuschlägen bei der Billag und bei Firmen mit der Suissa (egal ob konsumiert wird oder nicht). Dann kommt noch Getty-Images die tausende von Franken für ein unrechtmässig verwendetes Bild verlangen usw. Bevor Sie also hier von rechtsfreien Räumen schreiben und davon, dass sich das die Gesellschaft nicht leisten kann, sollten Sie vor der eigenen Haustüre aufräumen und mit der elenden, staatlich legitimierten, Abzockerei des Bürgers aufhören. Wir bezahlen für Musik, Filme usw. aber eben nur einen angemessenen Preis und nicht den Ferrari einiger Bonzen. Das das klappt wurde mit Apple-Musik, Spotify usw. bewiesen und wäre auch bei Texten und Bildern der Fall. Aber dazu müssten Sie mal weiter denken als nur Ihre alten Pfründe zu verteidigen.
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