Diese beiden wollen in 50 Tagen auf den höchsten Gipfel jedes Kantons

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Am Mittwoch waren die beiden am Geissfluegrat, dem höchsten Punkt im Kanton Aargau. (Bild: zVg)
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Das gesamte Material für die 50 Tage (Bild: Instagram)
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Die beiden Schweizer Sportler Thomas von Büren und Sandro Mirasolo erklimmen seit dem 2. Juni die höchste Punkte der Schweiz. (Bild: Instagram)

Warum nicht schnell aufs Finsteraarhorn? Oder die Dufourspitze? Die Idee: simpel. Deren Umsetzung: ein Meisterwerk. Was haben sich der Oltner Thomas von Büren (29) und Kollege Sandro Mirasolo (28) aus Ebikon (LU) da in den Kopf gesetzt? Genau: Innert 50 Tagen wollen sie den jeweils höchsten Punkt eines jeden Schweizer Kanton erreichen. Natürlich ganz ohne Hilfe von Motorkraft. Summits of Switzerland nennen sie das Vorhaben. Das heisst so viel wie: 25 Gipfel, 26 Kantone, 1900 Kilometer und 60'000 Höhenmeter sind zu bezwingen.

Am 2. Juni ist das Duo gestartet, im Bündnerland, den Piz Bernina (4048m) vor Augen. Am Mittwoch war der höchste Aargauer, der Geissfluegrat (908m) an der Reihe, den man nach einigen Schwierigkeiten kurz nach 14 Uhr erreichte, nachdem man zwischenzeitlich ins Fricktal zurückgekehrt war und erst dort bemerkt hatte, gar nicht am richtigen Ort gewesen zu sein. «Wir haben’s mit Humor genommen und fuhren halt noch einmal 30 km talaufwärts», sagt von Büren am Telefon.

Die beiden letzten Tage zuvor wurden genutzt, um Chasseral und Hasenmatt (1445m), Solothurns höchste Erhebung sowie St. Chrischona (BS) und die Hinteri Egg (1169m) im Baselbiet zu erreichen. Bereits jetzt haben die Männer mehr als 1200 km zurückgelegt. «Bei der einst errechneten Gesamtdistanz haben wir uns sicher vertan», bilanziert Thomas von Büren.

Viertausender steh’n noch aus
Auf ihrer Monstertour verbringen die beiden ihre Nächte jeweils auf Campingplätzen, in Berghütten; die Nacht von gestern auf heute auf dem Campingplatz in Mettau. «Wenn’s so heiss ist wie heute, schläft es sich schlecht», weiss von Büren. Bislang wurde das Duo, welches stets von Helfern begleitet wird, aber nicht nur vom Wetterglück verfolgt. Den Piz Bernina, die Dufourspitze und das Finsteraarhorn, allesamt Viertausender, konnten noch nicht bezwungen werden. «Das werden wir innert der gesetzten Frist von 50 Tagen sicher noch nachholen können», meint von Büren, der gerne zugibt, auf dieser Tour schon mal an die Grenzen der Belastbarkeit zu stossen.

«Wir sind zwar seit Jahren aktiv im Ausdauer- und Bergsport, aber beim Velofahren waren wir echte Anfänger», erzählt der gelernte Schreiner. Darum hat sich das Duo von den Bike Buebe aus Olten instruieren lassen, hinsichtlich Technik und Ausdauer. «Das war sicher wertvoll», so von Büren weiter, der die langen Tage als intensiv beschreibt. Alles, was nicht mit dem Rennrad bewältigt werden kann, wird zu Fuss hinter sich gebracht. «Man ist doch ziemlich mit sich selbst beschäftigt dabei, ohne allerdings in Tiefgründiges einzutauchen, denkt viel mehr in Szenarien und fragt sich, ob noch genügend Luft im Schlauch ist, die Wasservorräte reichen und so fort.» Und auch untereinander rede man nicht immer gleich viel, lächelt der Oltner, der nach 18 Velotagen eigentlich noch ganz frisch tönt am Telefon: «Es kommt vor, dass wir zwei Stunden nicht miteinander sprechen.»

Die nächsten Tage dürften für das Duo ruhig werden. Ab heute Donnerstag gehts in die Ostschweiz, der gut 900 m hohe Hagen im Kanton Schaffhausen wartet, ehe nach dem Hohgrat (Thurgau, 991m) die höchste Erhebung des Kantons Zürich folgt; das Schnebelhorn auf 1291 m.

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