Jetzt gerät auch Captain Stephan Lichtsteiner ins Visier der Fifa-Justiz

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Als politische Botschaft will es Granit Xhaka nicht verstanden wissen, dass er nach seinem 1:1-Ausgleich gegen Serbien die Hände zum Doppel-Adler formt und in Richtung des serbischen Fanblocks läuft. Es sei ein Dank an seine Familie, an seine Freunde, an seine Herkunft. «Die Gegner waren mir scheissegal», sagt der Mittelfeldspieler im Fernsehen.

Gleiches gilt für Xherdan Shaqiri, der mit seinem Tor zum 2:1 die Tür zur Qualifikation für die WM-Achtelfinals weit aufstösst. In einem viel zitierten Beitrag auf «The Players Tribune»erklärt er seine Haltung zu seinen Wurzeln so: «Die Schweiz ist für jeden. Ich fühle so, dass ich zwei Heimaten haben - die Schweiz und den Kosovo.» Oft fühle er sich missverstanden. 

«Shaqiri und Xhaka sind super Typen»
Einer, der seine Wurzeln in der Innerschweiz hat, ist Captain Stephan Lichtsteiner, der mit nun  neun Partien Schweizer WM-Rekordspieler ist. Was in der Debatte um Xhaka und Shaqiri beinahe untergeht, ist, dass sich der 34-Jährige mit seinen Mitspielern solidarisiert. Auch er formt seine beiden Hände zum Doppel-Adler. Obwohl er keinen Migrationshintergrund hat.

Warum eigentlich? «Wir müssen ihnen helfen. Sie sind super Typen, haben super Qualität. Ich habe mit vielen gesprochen, mit Vätern von ihnen. Sie haben mir ihre Sicht erklärt, was sie durchgemacht haben. Alle wissen, dass sie Doppelbürger sind und ich glaube nicht, dass die Schweiz ein Problem damit hat», zitiert der «Blick» Stephan Lichtsteiner.

Ein Problem damit hat allerdings die Fifa, die nicht nur gegen die ursprünglichen «Übeltäter» Xhaka und Shaqiri ein Verfahren eröffnet hat, sondern gemäss des renommierten BBC-Journalisten Richard Conway nun auch gegen Lichtsteiner.

Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft stellt sich schützend vor seine Kollegen. «Es war wichtig, dass wir ihnen geholfen haben. Es gehört zu ihrer Kultur, dass sie so gejubelt haben. Wir haben sehr viele Provokationen mitbekommen.» Unbeantwortet bleibt die Frage, ob Xhaka und Shaqiri ein Tor gegen Costa Rica am Mittwoch auch mit einem Doppel-Adler feiern würden. (sih)

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