Der Wochenmarkt bekommt einen eigenen Platz

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Für den Wochenmarkt soll es zwischen Bifangstrasse und Bisagnmatte einen neuen, rund 15 Meter breiten Platz geben. (Bild: Bruno Kissling)
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Der neue multifunktionale, rund 15 Meter breite Platz zwischen Bifangstrasse und Bifangmatte soll auch von der Bevölkerung genutzt werden können. An der Bifangstrasse gäbe es nur noch auf der linken Seite Parkplätze zwischen den neu gepflanzten Bäumen, rechts fielen sie weg. Oben auf dem Bild der umgestaltete Bifangplatz mit den zwei neuen Bushaltestellen. (Zur Verfügung gestellt)

Der Wochenmarkt auf der Bifangstrasse gehört für viele Bewohner auf der rechten Stadtseite zum festen Samstagmorgenprogramm: Einkaufen, Kaffee trinken, Schwatzen. Das hat auch der Stadtrat bemerkt, als die Einsprachen zum Projekt Sälipark 2020 eingegangen sind: Mehrere Anwohner, aber auch Marktfahrer forderten vor eineinhalb Jahren, dass der Wochenmarkt auch künftig auf der Bifangstrasse stattfinden soll.

Am Samstagmorgen ist diese jeweils für den Verkehr gesperrt. Die vom Stadtrat vorgeschlagenen Alternativen wie Engelbergstrasse (zu weit weg vom Sälipark, zu starkes Gefälle der Strasse), Podest Bifangschulhaus/Alte Aarauerstrasse (zu verzettelt) oder südliches Giroud-Olma-Areal (zu unattraktiv) lehnten die Einsprecher alle ab. Auch ein Komitee aus Oltner Gemeinde- und Kantonsparlamentariern setzte sich danach mit einer Petition für einen Wochenmarkt-Standort in der Nähe des Säliparks ein.

Verkehrsumleitung vermeiden
Der Hintergrund für die neue Idee: Der Stadtrat will vermeiden, dass der Bus- und Autoverkehr am Samstagmorgen, ausgerechnet in der Zeit mit den meisten Frequenzen, umgeleitet werden muss. Zum einen kommt die Einfahrt zur neuen Tiefgarage in den Sälipark 2020 nämlich auf die gleiche Höhe zu stehen wie die Bifangstrasse. Zum anderen fährt der Bus Richtung Dulliken künftig eine Schlaufe über den Sälipark, um die öV-Anbindung zu verbessern. Deswegen wird auch der Bifangplatz umgestaltet und erhält zwei neue Bushaltestellen, die bisherigen an der Unterführungsstrasse fallen weg.

Der Stadtrat schlägt mit der Engelbergstrasse noch eine zweite Variante als alternativen Wochenmarkt-Standort vor. «Mit den Vorplätzen des Begegnungszentrums Cultibo, des alten Feuerwehrlokals und der Marienkirche könnten sich Synergien ergeben», heisst es in der Mitteilung. Welche der beiden Varianten schliesslich weiterverfolgt wird, ist noch nicht entschieden. «Es wird auch eine Kostenfrage sein», sagt Dietler. Auf rund 800 000 Franken würden sich die Kosten für den neuen Platz inklusive Anpassungen bei der Bifangstrasse belaufen. Für die Umgestaltung des Bifangplatzes mit den neuen Bushaltestellen kämen weitere 1,4 Millionen Franken hinzu.

Erfreut zeigt sich Christine von Arx, Sprecherin des Petitionskomitees, über den Vorschlag des Stadtrats mit dem neuen Platz für den Wochenmarkt, weil so die Nähe zum Sälipark weiterhin gegeben ist. Die offene Frage sei nur, ob der Platz dann wirklich genügend gross sei für alle Marktfahrer. Die Engelbergstrasse ist laut der SP-Gemeindeparlamentarierin hingegen «für die Marktfahrer keine Option», weil das Gefälle zu gross ist. Auf die höheren Kosten für die Variante mit dem neuen Platz angesprochen, sagt sie: «Die Attraktivierung der Stadt darf auch etwas kosten.» Vom Preis her schlage der neue Platz nicht übermässig zu Buche.

Begegnungszone wird grösser
Zusätzlich entschieden hat der Stadtrat an seiner letzten Sitzung – falls das Projekt Sälipark 2020 realisiert wird –, dass die Begegnungszone vergrössert werden soll. Neben der Riggenbach- und der Alten Aarauerstrasse sollen neu auch die Bifangstrasse und der Bifangplatz westlich vom bestehenden Fussgängerstreifen zur Tempo-20-Zone gehören mit Vortritt für die Fussgänger. Noch nicht in die Begegnungszone aufgenommen werden soll hingegen die Von-Roll-Strasse und die Kurve zur Riggenbachstrasse beim Restaurant Pavillon.

Beides würde Umbaukosten in Höhe von rund 750'000 Franken auslösen. In diesem Fall soll die bauliche Entwicklung auf dem Areal des Berufsbildungszentrums abgewartet werden. Geprüft wird ebenfalls, ob die Unterführung bei der Unterführungsstrasse rückgebaut werden kann. Mit den Kosten von 900'000 Franken könnte der Bifangplatz und die gegenüberliegende Florastrasse aufgewertet werden.

Projekt durch Einsprachen blockiert

Das von der Giroud Olma AG in Zusammenarbeit mit der Genossenschaft Migros Aare lancierte Projekt Sälipark 2020 mit dem Ziel einer Erneuerung und Erweiterung des Einkaufszentrums ist derzeit noch blockiert durch drei nachbarrechtliche Einsprachen, welche die Bauherrin selbst bearbeitet. Der Stadtrat hofft auf eine Klärung der Situation bis Ende Jahr, damit die Nutzungsplanung wie auch das Betriebs- und Gestaltungskonzept weitergeführt werden können und auch die vom Parlament auf eine Motion der Fraktion SP/Junge SP hin verordnete Begleitkommission Bifangplatz eingesetzt werden kann. Weitere 39 Einsprachen gegen die Nutzungsplanung, insbesondere bezüglich Verkehrserschliessung und Marktstandort, sind parallel dazu in Bearbeitung bei der Stadt.

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