Bahnausbau: Der Preis für den Aargau ist zu hoch

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Archivbild ZT

Das starke Passagierwachstum bringt die Ost-West-Bahnverbindung immer mehr an ihre Grenzen. Heute schon am Anschlag ist die Hauptschlagader zwischen Aarau und Zürich. «Bern» weiss, dass die Strecke dringend ausgebaut werden muss. Einst war in Diskussion, den Ausbau in Etappen vorzunehmen, mit einer Chestenberg- und einer Honeret-Neubaustrecke. Heute gilt eine weitgehend unterirdische Neubaustrecke zwischen Rupperswil und Zürich Altstetten als ideale Lösung. Doch die kostet 7 Milliarden Franken. Das Geld dafür fehlt. Da fragt man sich, was es nützt, die teure, ideale Variante gegenüber der Etappierung zu favorisieren, wenn man sie nicht bauen kann?

Stattdessen soll also eine sogenannte Systematisierung des Angebots her. Soweit das Netz dies verkraften kann, macht dies Sinn. Von einem noch dichteren Angebot profitiert schliesslich auch der Aargau. Doch der Preis ist hoch, zu hoch. Zahllose Aargauerinnen und Aargauer verlieren damit nämlich eben erst errungene oder bisher selbstverständliche Direktverbindungen. Etwa aus dem Freiamt nach Zürich. Oder von Baden nach Bern.

Die Qualität des Bahnangebots bemisst sich nicht nur nach der Zahl der Verbindungen, sondern auch nach den Direktverbindungen. Einst konnte man von Aarau direkt ins Berner Oberland fahren. Das ist vorbei. Jetzt gilt es, bestehende oder eben erst erkämpfte Direktverbindungen zu verteidigen. Wo sie wegfallen, muss der Kanton Realersatz in Form eines Viertelstundentaktes auf den wichtigsten Strecken einfordern.

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