Gute Umfrage-Noten für den Jurapark

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Der Jurapark Aargau erhält positive Resonanz auf seine Aktivitäten zur Förderung einer nachhaltigen Landschaftsentwicklung – hier blühende Kirschbäume im Park-Gebiet. MICHEL JAUSS/ZVG

Im Frühling führte der Jurapark Aargau während zweier Monate eine Umfrage durch, um herauszufinden, wie gut er in der Bevölkerung verankert ist und wie er sich weiterentwickeln kann. Nun liegen die Resultate vor – und die Jurapark-Verantwortlichen ziehen ein positives Fazit. «Wir waren in doppelter Hinsicht überrascht», sagt der stellvertretende Geschäftsführer Markus Schmid. «Die Anzahl der Teilnehmer und die positive Ausprägung der Antworten sind sehr erfreulich.»

Tatsächlich haben 828 Personen den Fragebogen ganz oder teilweise ausgefüllt – etwa die Hälfte davon wohnt in einer der 27 Parkgemeinden. Damit habe man eine solide Datenbasis, so Schmid weiter. Stichproben der ValueQuest GmbH, welche die Umfrage ausgewertet hat, hätten zudem gezeigt, dass sowohl Kenner und Befürworter als auch Kritiker und Personen, die den Park kaum oder gar nicht kennen, teilgenommen haben. So gaben 17 Prozent der Teilnehmer an, noch keine Angebote des Juraparks genutzt zu haben. 23 Prozent nutzen die Angebote eher selten. «Es gibt also sicherlich noch ungenutztes Potenzial», sagt Schmid.

Förderung von Lebensräumen
Als sinnvollstes Tätigkeitsfeld erachten die Umfrage-Teilnehmer den Erhalt und die Förderung von wertvollen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. 86 Prozent aller Teilnehmer haben hier die Option «sehr sinnvoll» angekreuzt. Auf Rang zwei folgt die Förderung einer nachhaltigen Landschafts- und Siedlungsentwicklung. 74 Prozent erachten dies als sehr sinnvoll. Die grösste Skepsis schlägt hingegen der Sensibilisierung für Energie- und Ressourcen-Effizienz und der Förderung der Landschaftsmedizin und entgegen. 13 beziehungsweise 21 Prozent der Teilnehmer finden diese Tätigkeiten des Juraparks «wenig sinnvoll».

Durch diese Gewichtung der Antworten «erhalten wir ein Gespür dafür, wie sich der Jurapark weiterentwickeln kann», sagt Schmid. Dies sei wichtig im Hinblick auf die nächste Fünfjahresplanung des Bundes. «Wir werden nun unsere Angebote hinterfragen und ausleuchten», sagt Schmid. Gerade bezüglich Energieeffizienz gebe es ja im Aargau weitere Beratungsangebote, sodass offen sei, inwiefern sich der Jurapark künftig weiter engagiere.

Mehrheit für Gemeindebeitrag
81 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, sie hätten ein positives Bild vom Jurapark. Gar 92 Prozent der teilnehmenden Parkbewohner sind der Meinung, ihre Wohngemeinde solle auch ab 2022 – dann beginnt die zweite zehnjährige Betriebsphase – fünf oder mehr Franken pro Kopf für den Jurapark bezahlen. Acht Prozent wünschen künftig keine finanzielle Beteiligung der Gemeinden mehr.

Dennoch zeigt die Umfrage auch Verbesserungspotenzial – besonders in den Bereichen Bekanntheit und Sichtbarkeit des Juraparks. 70 Prozent der Befragten wählten eine der drei positiven Antwortmöglichkeiten auf die Frage, ob sie den Jurapark und seine Aktivitäten gut kennen – allerdings fanden nur 17 Prozent die Aussage treffe voll zu. Gar nur 11 Prozent fanden voll zutreffend, dass der Jurapark genügend für die Bekanntheit seiner Angebote unternehme. Insgesamt werten 67 Prozent die Anstrengungen in diesem Bereich eher oder komplett positiv. Die Jurapark-Verantwortlichen wollen die Sichtbarkeit nun kurz- bis mittelfristig verbessern. So wolle man die Beschilderung entlang der Strassen und bei Ausflugszielen ausweiten, so Schmid.

Ausgebaut werden soll zudem die Online-Präsenz. Die Umfrage hat nämlich gezeigt, dass sich 59 Prozent der Teilnehmer über die Website informieren. «Mit der neuen Website haben wir einen ersten Schritt gemacht», ist Schmid sicher. Nun sollen die Aktivitäten in den sozialen Medien ausgeweitet werden.

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