Harte Duelle, ungestüme Starts und eine optimale Formkurve

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Jonas Schär tankte an den Aargauischen Meisterschaften Selbstvertrauen für die nationalen Titelkämpfe. (Bild: fba)

Ignasi Villacampa-Rosés ist Stammgast im Endspiel der Aargauischen Meisterschaften. Der gebürtige Spanier, der seit mehreren Jahren im Aargau wohnt und für den TC Brugg spielt, gewann in den letzten beiden Jahren das Turnier. Auch diesmal konnte sich die Nummer 24 der Schweiz fürs Endspiel qualifizieren. Dort traf er etwas überraschend auf den Küngoldinger Jonas Schär (N3, 57), der im Halbfinal gegen den stärker klassierten Oliver Mrose (N3, 45, Klingnau) in drei Sätzen gewonnen hatte. Schär und Villacampa-Rosés kennen sich. Die beiden trafen vor einer Woche bei einem Turnier in Thun im Final aufeinander. Damals siegte Villacampa-Rosés in zwei Sätzen. Auch diesmal erwischte der Favorit den besseren Start und entscheid den ersten Durchgang mit 6:1 für sich. Im zweiten Satz steigerte sich der 18-jährige Schär und hielt das Geschehen offen. Die beiden boten dem Publikum beste Unterhaltung mit attraktiven Ballwechseln. Am Ende war es Ignasi Villacampa-Rosés, der das bessere Ende für sich behielt und dank einem 6:1, 6:4-Sieg seinen dritten Titel in Folge feiete. «Es ist unglaublich, dass ich das Turnier drei Mal hintereinander gewinnen konnte. Es war ein hartes Finale, insbesondere im zweiten Satz», so der glückliche Sieger, der wenig später an der Seite von Jonas Schär auch noch den Titel im Doppel gewann.

In beneidenswerter Verfassung

Auch wenn Jonas Schär den ganz grossen Coup verpasst hat, darf er mit seinem Auftritt in Wohlen zufrieden sein. Im Halbfinal bezwang er mit Oliver Mrose einen Gegner, gegen den er im Interclub vor wenigen Wochen klar in zwei Sätzen verloren hatte. «Ich habe gut gespielt. Im Final bin ich leider etwas ungestüm gestartet und habe daher zu viele Fehler gemacht. Im zweiten Satz konnte ich gut mithalten, bis ich bei 4:4 ein dummes Break kassiert habe», analysierte Schär seine Einzel. Der 18-Jährige befindet sich in beneidenswerter Verfassung. Bereits letzte Woche in Thun schlug er zwei stärker klassierte Gegner. Die Schweizer Meisterschaften bei den Junioren, die am Mittwoch beginnen, kommen genau zum richtigen Zeitpunkt. «Ich bin super in Form, aber jetzt muss ich mich nach den intensiven Wochen mit den vielen Matches in Thun und Wohlen erstmal erholen», so Schär.

Rückkehr nach Wohlen

Die kantonalen Titelkämpfe in Wohlen waren ein Heimspiel für Sophie Lüscher. Auf der Anlage des TC Wohlen Niedermatten hat die 15-Jährige aus Seengen das Tennisspielen erlernt. Vor vier Jahren wechselte sie an eine Sportschule in Kreuzlingen. Bei ihrer Rückkehr nach Wohlen spielte sie sich als Turniernummer zwei souverän ins Final und gab keinen Satz ab. Die grösste Hürde wartete in eben diesem Endspiel in der Person von Lisa Küng (N4, 70). Die beiden gehören in der Altersklasse U16 zu den stärksten Spielerinnen der Schweiz. Küng agierte zu Beginn druckvoller und hinderte Lüscher daran, ihr variables Spiel aufzuziehen. Der erste Satz ging mit 6:4 an Küng. In der Folge konnte die Lokalmatadorin den Lauf von Küng brechen. Mit 6:1, 6:1 gingen die Sätze zwei und drei an Lüscher, die sich damit ihren ersten Aargauer Meistertitel bei den Aktiven sichern konnte.

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