«Der Kampf um die Finanzen ist im Spittelhof ein Dauerthema»

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Walter Lienhard, Leiter Freizeitanlage Spittelhof (Bild: Raphael Nadler)

Walter Lienhard, der Sommerferien-Spass geht unter Ihrer Leitung nun in die 30. Saison. Was ist das Spezielle an der Ausgabe 2018?

Walter Lienhard: Es gibt mehrere Spezialitäten dieses Jahr. Zum Beispiel hat die Zusammenarbeit mit unserer Schwesterinstitution Obristhof stark zugenommen. Ein weiterer Punkt ist, dass wir uns immer mehr auf unsere Stärken, nämlich die Werkangebote, konzentrieren.

Sie bieten in 68 Kursen 700 Kindern eine tolle Ferienbeschäftigung. Worauf führen Sie das weiterhin grosse Interesse zurück?

Die Teilnehmerzahl ist in diesem Jahr um sage und schreibe 27 Prozent gegenüber dem vergangenen Jahr angestiegen. Woran das genau liegt, ist nicht wirklich ersichtlich. Schön ist, dass in unserer aktuellen Konsum-Gesellschaft immer noch ein grosses Bedürfnis nach sinnvoller, kreativer und lehrreicher Freizeitbeschäftigung besteht.

Wie haben sich die Kurse seit Beginn verändert?

Anfänglich wurden hauptsächlich handwerkliche Angebote ausgeschrieben. Ab den 90er-Jahren haben dann die Erlebniskurse sehr stark zugenommen. Zeitweise waren zwei Drittel der Angebote Erlebniskurse. In diesem Bereich hat sich der Spittelhof in den letzten Jahren wieder stark verändert. Viele Nachbargemeinden haben ihre eigenen Ferienangebote. Diese bestehen aber fast ausschliesslich aus Erlebniskursen, weil die Infrastruktur und das Know-how für anspruchsvolle Handwerkskurse fehlen. Deshalb setzen wir, wie schon gesagt, wieder vermehrt auf unsere Stärken in unseren Werkstätten.

Sie bieten erneut einen Kurs «Faszination Drohnen» an. Muss der Spittelhof hier einfach mit der Zeit gehen, oder was ist die Überlegung dahinter?

Den Drohnenkurs bieten wir dieses Jahr bereits das zweite Mal an. Es ist halt einfach ein Trendthema und darum kommen wir natürlich auch nicht herum. Und natürlich: Technik fasziniert die Kinder immer wieder.

Welche Kurse sind nach wie vor der Renner?

Pferde, Ponys, Hunde – Tiere allgemein sind bei den Erlebniskursen stets beliebt. Ebenso Schnuppertrainings bei verschiedenen Sportclubs. Bei den Werkkursen sind alle Angebote im Töpferkeller stark gefragt und auch in der Holzwerkstatt herrscht immer reger Betrieb. Dort sind seit Jahren die Solarkurse immer ausgebucht.

Was macht Sie besonders stolz rund um Ihr Angebot?

Stolz bin ich im Besonderen auf meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die Jahr für Jahr immer wieder kreative Höchstleistungen erbringen. Die Werkkurse werden allesamt von ihnen entwickelt. Und stolz macht es mich natürlich, wenn diese Kurse dann auch erfolgreich und zahlreich besucht werden. Persönlich stolz bin ich darauf, dass in den vielen Jahren noch nie ein Unfall oder ein gravierendes Ereignis passiert ist. Das ist bei zehntausenden von Kindern und hunderten von durchgeführten Kursen nicht selbstverständlich. Wir sind unterwegs mit den Kindern, es wird mit Werkzeug hantiert und der Betrieb ist manchmal ziemlich wild. Das hat sicher auch mit Glück zu tun, aber wir versuchen in höchstem Mass stets verantwortungsvoll und risikoarm zu arbeiten.

Wie steht es um die Zukunft der Freizeitanlage Spittelhof?

Solange wir in der Lage sind, für die Kinder (und für Erwachsene) attraktive und kostengünstige Freizeitangebote auszuschreiben, sehe ich für den Spittelhof eine positive Zukunft. An der Kreativität wird es nicht liegen. Das grosse Problem ist das zur Verfügung stehende Geld. Der Kampf um die finanzielle Sicherheit des Spittelhofes ist ein Dauerthema und ich hoffe, es gibt diesbezüglich bald wieder einmal eine Entspannung.

Sie werden im Sommer 2020 pensioniert. Ist schon ein neuer «Walti» in den Startlöchern?

Ich werde in zwei Jahren pensioniert. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir eine neue, gut ausgebildete, kommunikative und kreative Mitarbeiterin gefunden haben. Sie ist die designierte Spittelhof-Leiterin. Es ist auch noch die Variante einer Co-Leitung in Diskussion. Wie es dann genau kommt, ist von der konkreten Situation ab Anfang 2020 abhängig. Jedenfalls weiss ich, dass der Spittelhof auch nach meiner Pensionierung in guten Händen ist.

Es hat noch vereinzelte freie Plätze für den aktuellen Sommerferien-Spass 2018. Alle

Infos zur Anmeldung finden Sie unter: www.spittelhof.ch

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