Nach einem positiven Fazit: Domzelt auch für EM 2020 ein Thema

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Dieses Jahr war das Public Viewing bei der Schützi erstmals überdacht. Betreiber Nicolas Castillo fasst dies auch für die EM 2020 ins Auge. (Bild: Bruno Kissling)
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Für den August und September hat Nicolas Castillo eine Bewilligung für eine Dachterrasse auf dem tieferen Gebäudeteil erhalten. (Bild: Remo Fröhlicher)

Das 2:1-Siegtor von Xherdan Shaqiri in der 90. Minute während der Vorrunde gegen Serbien oder das Achtelfinal-Out gegen ein vermeintlich schwächeres Schweden: Freud und Leid waren für die Schweizer Fans an dieser WM eng beieinander. Wer die Spiele nicht direkt in Russland verfolgen konnte, hatte in Olten mit dem Public Viewing auf dem Vorplatz der Schützi eine valable Alternative: Vor allem bei den vier Nati-Spielen herrschte schon fast Stadionatmosphäre.

Betreiber Nicolas Castillo vom Restaurant Schlosserei Genussfabrik zieht denn auch ein «sehr positives Fazit» nach den 64 WM-Spielen ohne nennenswerte Zwischenfälle. Das insgesamt fünfte Public Viewing auf dem Schützi-Vorplatz ist in seinen Augen bisher «das beste und professionellste» gewesen, wie er auf Anfrage sagt. Die Besucherzahlen waren mit rund 30'000 zwar ähnlich hoch wie an den beiden bisherigen Weltmeisterschafts-Ausgaben. Doch bei der diesjährigen Durchführung konnte Castillo gleich mehrere Premieren vorweisen: der überdachte Vorplatz, die Live-Talks mit den Fussballtrainern Gilbert Gress und Rolf Fringer sowie die VIP-Empore.

Domzelt auch an der EM 2020?
Das erstmals aufgestellte Domzelt war in diesem Jahr bis auf wenige Ausnahmen dank des trockenen Wetters eigentlich überflüssig. Trotzdem bezeichnet Castillo die Sache als Erfolg. «Die Leute wussten, dass sie auch kommen konnten, wenn das Wetter schlecht war.» Zudem wirkte die Überdachung als Wärmespeicher in den Abendstunden, wenn es kühler wurde.

Für Castillo ist das Domzelt daher auch bei der Fussball-Europameisterschaft 2020 ein Thema, wenn er das nächste Public Viewing durchführen wird. Zudem möchte er in zwei Jahren auch vermehrt die spielfreien Tage nutzen, um Events zu organisieren, so wie er dies letzten Freitag mit einer Open Air Party machte. Auch externe Veranstalter interessierten sich dafür, wie eine erste Anfrage zeige.

Bei der Stadt Olten hat es ausser weniger Rückmeldungen wegen Lärms keine negativen Reaktionen gegeben, sagt Franco Giori als Leiter der Abteilung Ordnung und Sicherheit auf Anfrage.

Rechtsstreit um Dachterrasse vorbei

Für Castillo gibt es eine weitere positive Nachricht: Der Rechtsstreit um die Dachterrasse auf der «Schlosserei Genussfabrik» ist nun endgültig vorbei. Zwar darf der Wirt nur die Terrasse auf dem tieferen Gebäudeteil über der Bar nutzen, wie das kantonale Verwaltungsgericht entschieden hat. Doch die Beschwerdepartei verzichtet auf einen Weiterzug ans Bundesgericht, sagt Rechtsanwältin Gabriela Mathys auf Anfrage.

Der Stadtrat hat nun ein Provisorium für die Monate August und September bewilligt, wie ein Protokollauszug der letzten Sitzung zeigt. Demnach wird Castillo die Terrasse täglich ausser montags von 16.30 bis 23 Uhr mit einer Lautstärke von maximal 73 Dezibel betreiben dürfen. Weil der Boulevardplan in diesem Bereich indes nur eine Aussenbewirtung bis 22 Uhr zulässt, muss Castillo für die Ausnahmebewilligung, die Terrasse eine Stunde länger zu öffnen, rund 4300 Franken Gebühren an die Stadt zahlen.

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