Stadtrat findet «Idee einer Tagesschule» gut - nur fehlt das Geld dafür

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An den Zofinger Schulen erfüllen aus Sicht des Stadtrats Tagesstrukturen in Kombination mit dem Mittagstisch das Angebot einer Tagesschule weitgehend. (Symbolbild HBa)

«Weshalb ein Flickwerk aus Schule, Mittagstisch und Randzeitenbetreuung, wenn eine Tagesschule enorme Chancen bietet, die Bildungsqualität zu erhöhen?» Diese Frage stellt Einwohnerrätin Sandra Olar namens der SP-Fraktion dem Stadtrat in einem Postulat. «Tagesschulen sollten gemäss Avenir Suisse die normalen Lernorte des 21. Jahrhunderts sein. Eine vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierte Studie kommt zum Schluss, dass sich der Besuch einer Tagesschule auf Primarschulkinder bereits nach zwei Jahren positiv auswirkt – bessere Sprachkompetenz, positiveres Sozialverhalten, bessere Alltagsfertigkeiten», begründen die Sozialdemokraten ihr Postulat, in welchem der Stadtrat aufgefordert wird, die Schaffung einer öffentlichen Tagesschule zu prüfen – zusätzlich zum bestehenden Angebot der schulergänzenden Kinderbetreuung.

Dass Tagesschulen Erfolgsmodelle sind – «wo immer sie verlässlich und bezahlbar angeboten werden» – darin seien sich die Fachleute einige, stellt der Stadtrat in seiner Antwort fest. «Wo sie aber angeboten werden, ohne die notwendigen Investitionen dafür aufzubringen, können sie die Erwartungen nicht erfüllen.»

Was ist eine Tagesschule?
Die SP spreche in ihrem Postulat von einer Tagesschule, ohne diesen Begriff näher zu umschreiben. In einem Exkurs zeigt der Stadtrat die verschiedenen Modelle auf. Prinzipiell gibt es eine offene Variante (die Eltern entscheiden, ob und wie sie das Angebot nutzen wollen) und einer «voll gebundenen Form». Bei Letzterer besteht ein konzeptioneller Zusammenhang zwischen Unterricht und Betreuung. Da kann nichts herausgebrochen werden und eine enge, mit Zusatzkosten verbundene Verzahnung zwischen Lehr- und Betreuungspersonen ist unabdingbar. Zusätzliche finanzielle Bedürfnisse würden auch im Infrastrukturbereich entstehen.

«Die Idee einer Tagesschule», schreibt der Stadtrat, «ist zweifellos auch für Zofingen interessant – aber nur, wenn sie finanziert werden kann.» Weil derzeit Zofingen das nötige Geld fehlt, «findet es der Stadtrat richtig, den Weg mit den vorhandenen Tagesstrukturen in der bestehenden Form weiterzuführen». Er werde die Entwicklung «weiterhin sorgfältig im Auge behalten». Sollten die Finanzen der Stadt es dereinst erlauben, eine Tagesschule zu etablieren, sei eine solche zu prüfen – aber nicht heute. Dem schloss sich der Einwohnerrat mit 18 gegen 16 Stimmen an.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Zusammenschluss

A aus B
schrieb am 18.07.2018 10:37
Vermutlich ist hier ein Alleingang einfach zu teuer und sorry blöd!! Aber es gibt ja noch andere Gemeinde in der Region. Vielleicht Aarburg, zusammen hätte man genug Schüler und zwei Top Standorte. Ich bin davon überzeugt, dass es nicht lange geht bis Eltern aus anderen Gemeinden ihre Kinder in diese Schule schicken möchten!

falsche Prioritäten

Mättu
schrieb am 18.07.2018 08:48
Aber 8 Millionen für Beton beim neuen Bahnhofplatz sind vorhanden. Oder 4 Millionen für 400m Strasse beim unteren Stadteingang sind auch vorhanden. Man könnte also sagen, dass das Geld einfach falsch eingesetzt wird.
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