Kräutergarten – bei diesen Pflanzen brauchen Sie einen grünen Daumen

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Beginnen wir mit dem Königskraut: Basilikum. Es stammt ursprünglich aus der Mittelmeerregion. Entsprechend hoch ist sein Bedarf an Licht und Wärme. Der Standort will also mit Bedacht gewählt sein. Um die Lebensdauer von Basilikum zu erhöhen, sollte man die Pflanze ausserdem austopfen – im Topf steht es meist viel zu dicht gedrängt –, in mehrere Teile separieren und in ein nährstoffreiches Substrat (zum Beispiel Blumenerde auf Kompostbasis) setzen. Als optimale Pflanzzeit gilt der Mai, wenn kein Frost mehr zu erwarten ist.

Basilikum zeichnet sich durch einen überdurchschnittlich hohen Bedarf an Nährstoffen aus, deshalb ist ein Spezialdünger für nährstoffzehrende Kräuter ideal. Auch hinsichtlich des Wasserhaushalts ist Basilikum sensibel. Zu viel Wasser ist genauso schädlich wie zu trockenes Substrat. Deshalb: Das Substrat (nicht die Pflanzenblätter!) giessen, sobald die Oberfläche der Erde angetrocknet ist. Wichtig ist auch die richtige Ernte: Da die Blüten das Ende der Kräuterpflanze einläuten, gilt es, diese möglichst zu vermeiden. Deshalb: Immer ganze Triebe ernten, und zwar knapp über den Blattachseln. Dabei gilt: Je regelmässiger die Ernte erfolgt, desto besser gedeiht das Königskraut.

Basilikum braucht Frischluft
Basilikum ist einjährig. Wenn Sie nicht jedes Jahr neues Basilikum kaufen möchten, ist es ratsam, es rechtzeitig zu vermehren. Schneiden Sie dazu gesunde Triebe auf einer Länge von 10 Zentimeter ab, entlauben Sie die untere Hälfte, stellen Sie die Stecklinge in ein Glas Wasser und lassen Sie sie an einem warmen, hellen Platz bewurzeln. Pflanzen Sie die Pflänzchen zunächst in Töpfe mit einem nährstoffarmen Kräutererde-Sand-Gemisch ein und halten Sie sie konstant feucht. Sobald es zu eng wird im Anzuchttopf, pflanzen Sie sie um in einen Kübel, der nun gefüllt ist mit nahrhaftem Substrat.

Übrigens: Auf der Fensterbank beträgt die Lebenserwartung von Basilikum maximal vier Wochen, mag es auch noch so viel Sonne, Wärme und Pflege erhalten.

Peterli mag sich selbst nicht
Petersilie oder Peterli gehört zu den sogenannten Doldenblütlern. Er verträgt sich weder mit sich selbst noch mit andern Mitgliedern derselben Pflanzenfamilie. Säen oder pflanzen Sie Peterli deshalb nur dort an, wo mindestens drei Jahre zuvor kein Peterli oder andere Doldenblütler (wie zum Beispiel Kümmel, Anis, Koriander, Dill, Fenchel, Sellerie oder auch Rüebli) gestanden haben.

Peterli mag es am liebsten leicht feucht. Wie beim Basilikum gilt auch hier: Lockern Sie den Boden gut, damit sich keine Staunässe bilden kann, und giessen Sie immer nur dann, wenn die Erdoberfläche angetrocknet ist. Seien Sie vorsichtig mit dem Düngen: Niemals dürfen Sie frischen organischen Dünger verwenden. Bei einer guten Bodenvorbereitung müssen Sie im Freiland nur wenig düngen.

Sie können Peterli als Samen ins Freiland säen oder als Pflanze einsetzen. Pflanzen Sie ihn als Mischkultur mit Zwiebeln, Tomaten oder Erdbeeren. Als Nachbarn geeignet sind auch Ringelblumen, die für eine gute Bodengesundheit sorgen.

Unterschiedliche Kräuter – unterschiedliche Böden
Ob im Garten oder auf dem Balkon: Anspruchsvolle Kräuter wie Maggikraut, Minze, Estragon, Schnittlauch oder eben Basilikum und Peterli brauchen nährstoffreiche Erde sowie ausreichend (aber nicht zu viel!) Wasser. Schwerer, lehm- oder tonhaltiger Boden ist kontraproduktiv, da er Staunässe fördert. Deshalb ist es wichtig, dass Sie ihren Boden gegebenenfalls durchlässiger für Feuchtigkeit machen, indem Sie ihn gut lockern und ihm groben Sand oder feinen Kies beimischen.

Nicht alle Kräuter passen zusammen
Generell gilt: Mischkulturen haben viele Vorteile. Nützlinge, die eine Kräuterart anlockt, vertilgen die Schädlinge an der benachbarten Art. Ausserdem verhindern bzw. verzögern Mischkulturen Bodenmüdigkeit. Andererseits muss man aufpassen, dass man nicht zu grosse oder zu zehrende Kräuter nebeneinanderpflanzt, um das jeweilige Wachstum der Pflanzen nicht zu hemmen und die Erde nicht auszulaugen.

Hier ein paar wichtige Faustregeln:

  • Einjährige und mehrjährige Kräuter sollten nicht nebeneinander gepflanzt werden. Die mehrjährigen Sorten mögen es nicht, wenn sie jedes Jahr einen anderen Nachbarn haben.
  • Einjährige Kräutersorten gedeihen besser, wenn sie jedes Jahr einen neuen Standort erhalten. Das gilt auch für Kräuter, die sich nicht mit sich selbst vertragen, wie Peterli, Dill, Oregano oder Thymian.
  • Besonders spinnefeind sind sich Thymian und Majoran, Dill und Estragon, Fenchel und Koriander, Kamille und Pfefferminze sowie Basilikum und Melisse (die allen anderen Kräutern wohlgesonnen ist und sogar deren Wachstum anregt).

Auf der anderen Seite gibt es Kräuter, die sich gegenseitig respektieren oder sogar bereichern. Von den einjährigen Pflanzen passen etwa Basilikum, Dill, Kresse, Majoran und Peterli gut zusammen. Rosmarin fördert gar das Wachstum von Basilikum. Letzteres wiederum schützt seine Beetnachbarn vor Mehltau und vor der Weissen Fliege. Darüber hinaus vertreibt es Fruchtfliegen und Mücken. Von den mehrjährigen harmonieren einerseits Schnittlauch, Thymian, Salbei, Estragon und Zitronenmelisse, andererseits Salbei, Oregano und Bohnenkraut gut miteinander. Zitronenmelisse fördert stets ihre Nachbarkräuter.

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