Seine eigene «Late Night Show» hat er schon durchgeplant

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Luigj Laski organisiert selbstständig sein Event. Er bereitet sich auf seine Show im Mühlemattsaal Trimbach vor. (Bild: zvg)

Der 18-jährige Luigj Laski bezeichnet sich selbst als Influencer (siehe Box). Der vielseitig begabte Trimbacher hat im Herbst seine erste abendfüllende Show im Mühlemattsaal Trimbach geplant. Er zieht eine eigene «Late Night Show» nach US-Vorbild auf und konnte bereits den SRF-Radiomoderator Michel Birri dafür gewinnen.

Doch wie kommt ein 18-jähriger KV-Lehrling der Raiffeisenbank auf diese Idee? Nicht von alleine, wie er erklärt: «Ich lernte meine Projektpartnerin Taylor Klara Eng bei einem Sprachaufenthalt in Nizza im Jahr 2016 kennen. Dann geschah am 14. Juli dieser Terroranschlag. Das hat uns zusammengeschweisst, da wir beide aus der Region Olten stammen.» Sie verstanden sich geschäftlich sofort. Die eigentliche Idee hätten sie aber erst ein Jahr später entwickelt, worauf sie Meetings abhielten und sich auf das Konzept einer «Late Night Show» einigten.

Selbst nach Sponsoren gesucht

Das Projekt nahm Form an und die Planung machte den beiden Spass. Sie nahmen die Sponsorensuche, ein nicht ganz einfaches Kapitel, gleich selbst auf sich: «Wir haben Firmen angeschrieben und ihnen unser Projekt vorgestellt. Es gab Skeptiker, die fanden, unsere kleine Schweiz sei nicht bereit für so etwas», so Laski. Der Trimbacher hingegen hatte gute Argumente, schliesslich hat er absolut kein Lampenfieber: «Ich war schon als kleines Kind ein Bühnenmensch. Mit 13 Jahren habe ich mich ins Theater getraut und konnte dadurch an vielen Vorstellungen auf der Bühne stehen.»

Doch dies sei dann wieder etwas in den Hintergrund geraten, da Social Media aufkam, wie er erklärt. Instagram ist eine Form, Aufmerksamkeit zu erhalten. Die mag er sehr, wie er sagt. Doch was macht Luigj Laski, wenn mal Fragen aufkommen, etwa im Zusammenhang mit seiner sich entwickelnden Prominenz? Da kann er auf einen erfahrenen Kollegenkreis zurückgreifen.

So ist er etwa mit der Influencerin und Selfmade-TV-Queen Sara Bachmann befreundet. Von ihr habe er gelernt, dass er sich nicht nur auf eines seiner Talente konzentrieren soll, sondern auf alle: «Influencer, Schauspieler, Moderator oder Model», rekapituliert er, nur: «Singen liegt bei mir nicht drin», betont er und lacht. Als Late-Night-Moderator muss er zum Glück nicht singen, sondern einfach das Publikum unterhalten: «Ich finde das extrem toll, wenn ich sehe, dass die Leute Spass haben, wenn ich sie unterhalte», so Laski.

Wichtig ist ihm die Interaktionsrate, dass das Publikum in die Show einbezogen wird. Noch ist es ja etwas hin, bis zur «Laski’s Late Night» im Oktober. Dennoch ist die Show bereits durchgeplant, «bis auf einzelne Kleinigkeiten», wie Laski ergänzt. Es müssen noch die Künstler instruiert werden und zudem stehen zahlreiche Proben auf dem Programm. Dass es Ernst gilt, weiss Laski: «Der Ticketverkauf läuft bereits und unsere Plakate und Flyer sind auch schon im Umlauf.»

Zahl der Followers

Eines vorweg: Hier geht es ums Geschäft, nicht um den hobbymässigen Instagram-Betrieb. Als Instagram-Influencer gilt, wer tausende von Followern (Abonnenten) hat. Ein Mikro-Influencer nennt sich, wer einen Account um die zehntausend Abonnenten hat. Grössere Influencer haben ab Hunderttausend und weisen bis zu Millionen von Abonnenten auf. Doch Vorsicht. Längst ist bekannt, dass mit ein paar Mausklicks und einem Online-Geldkonto Follower gekauft werden können. Wer dies tut, läuft Gefahr, dass die Zahlenverhältnismässigkeit auf dem Instagram-Konto komplett aus dem Gleichgewicht gerät.

Stichwort Interaktionsrate: Gekaufte Follower schreiben keine Kommentare und liken nie ein Bild. Die Interaktionsrate lässt sich aber anhand der Likes pro Bild im Verhältnis zu den Followerzahlen eruieren. Bei einem Account mit 2000 Followers, sollten gegenwärtig pro Bild erfahrungsgemäss 100 bis 200 Likes zustande kommen. Falls sich die Followerzahl und Interaktionsrate proportional zueinander weiter entwickeln, spricht man von einem «organischen Account». Beispiel: Ein organischer Account mit 10 000 Followers sollte gegenwärtig pro Bild ab 600 Likes und mehr aufweisen. Falls nicht, könnte es noch andere Gründe haben, etwa dass den Abonnenten der generierte Inhalt nicht mehr gefällt. (my)

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