Stadt ist darauf angewiesen, dass «Verkrautungen» gemeldet werden

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Auch wenn derzeit Trockenheit herrscht – das nächste Gewitter entlädt sich bestimmt und lässt das Wasser in den Zofinger Bächen anschwellen. So hat beispielsweise der Stadtbach seit dem grossen Unwetter vom 8. Juli 2017 mehrfach Keller geflutet. Hauptursache war eine kleine Brücke, deren Durchlass für das Wasser des Bachs zu klein war – sie wurde inzwischen abgebrochen.

Verkrauteter Grenzbach
Doch wie ist es um den Unterhalt der Bäche und Rinnsale auf dem Zofinger Stadtgebiet bestellt, fragt ein Leser und illustriert seine Bedenken mit Fotos des arg überwucherten Grenzbachs. Ein Gewässer so verkrauten zu lassen sei fahrlässig. Und mit der Faust im Hosensack: «Die Kosten für die Prävention tragen die Eigentümer, welche ihre Häuser mit Mauern umzäunen müssen, damit das Wasser nicht durch Gärten und Häuser läuft.»

Für den Bereich Tiefbau – und damit für den Unterhalt der Gewässer – ist Andreas Rüegger im Stadtrat zuständig. Er weist darauf hin, dass der Unterhalt im monierten Bachabschnitt inzwischen gemacht worden sei. «Generell wird der Gewässerunterhalt in Absprache mit dem Kanton ausgeführt. Vereinbart wurde, dass sich der Kanton um die Gewässersohle kümmert und die Stadt um die Uferstreifen.» Für Letztere gibt es in Zofingen auch Unterhaltsvereinbarungen mit Privaten.

Bald im Eigentum des Kantons?
In Zofingen sind verschiedene Gewässerabschnitte im Eigentum der Stadt, was unüblich ist. «Gewässer sind normalerweise im Besitz und in der Kostenpflicht des Kantons. Wir sind gegenwärtig mit der Abteilung Landschaft und Gewässer in Diskussionen über eine Eigentumsübertragung aller städtischen Gewässer», sagt Rüegger.

Zurück zum Unterhalt. Für diesen gibt es eine klare zeitliche Planung sowie eine To-do-Liste. «Ziel ist es, dass Gewässer- und Hochwasserschutz, aber auch Natur- und Landschaftsschutz ihren Platz haben», erklärt Rüegger. Von den relativ starren Unterhaltsplänen müsse von Fall zu Fall abgewichen werden, da sich die Natur nicht an einen strengen «Wachstumsplan» halte.

Beim Grenzbach sei die Ausgangslage so, dass dieser vor rund zehn Jahren zwischen Küngoldingerstrasse und Aarburgerstrasse mit minimalem Aufwand renaturiert wurde. «Ein paar Anlandungen sollen die Wassergeschwindigkeit bremsen, führen aber auch zu verstärktem Bewuchs.» Den gelte es unter Kontrolle zu behalten.

Anwohner sollen sich melden
Allerdings hätten weder der städtische Werkhof noch der Kanton die personellen Ressourcen, um in kurzen Abständen alle Bäche abzuschreiten, so Rüegger weiter. Er bittet deshalb die Anwohnerinnen und Anwohner, die in der Nähe von Gewässern wohnen, dem Werkhof zu melden, wenn sie feststellen, dass ihr Bach wieder einmal am verkrauten ist.

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