Nicht nur die Sonne heizte tüchtig ein – auch zahlreiche Bands

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Stimmung trotz Bullenhitze am Oltenair 2018 (Bild: Remo Fröhlicher)

«Es lief alles entspannt ab, und es gab keine Zwischenfälle», betonte Fabienne Hurni, Co-Präsidentin vom Verein Oltenair gestern auf Anfrage. Am zweiten «Olten Air» in der «Schützi vom Freitag und Samstag regierte die Hitze. Erstes Gebot hierbei: Wer nicht schlappmachen wollte, musste trinken, und zwar am besten Wasser. Dann ab, unter die Regendusche auf dem Gelände. Es wurden zudem Festivalbesucher mit Wassersack als Gepäck gesichtet, die sich wohl später in der Aare abkühlten.

Das Publikum war jung und ausgelassen. Auch die Bands waren jung, denn die Organisatoren wollten ihnen bewusst ein Forum bieten. So etwa die Genfer Rapperin Danitsa bei ihrem Auftritt vom Samstag. Die 23-Jährige hatte nebst dem Flow, entsprechend dem Genre, auch diverse Kraftausdrücke auf Lager. Regionale Musiker wurden genauso berücksichtigt. Die bekanntesten unter ihnen sind «Leech», die 1995 in Oftringen gegründet worden waren. Mit Rock und Jazz beeindruckte «Roamer» beim Auftritt am Freitag.

Die charakteristisch helle Stimme des Solothurners Samuel Blatter war unverkennbar. Seine Band Roamer bot ein cleveres Zusammenspiel von Gitarre, Bass und Schlagzeug. Die Texte des im Leben von Leid geprüften Sängers regten zum Nachdenken an. Aber insbesondere auch der Reggae- und Dancehall-DJ Max RubaDub, genannt «The Remix Junkie» aus Olten, gilt es hervorzuheben. Er hatte beim Schweizer Radio SRF schon mal einen Auftritt im «Reggae Special».

Die Frage nach dem dritten Mal
Aufs Neue Rap, aber diesmal im Duo kam von «S.O.S.» Die beiden Berner, auch bekannt als «Nativ & Dawill», werden beworben mit «Wo sie auftreten, brennt die Luft». Und zwar im Kampf gegen das «Bünzlitum». Die beiden hatten sich bereits 2015 und 2016 an der «Bounce Cypher», einem kommerziell bedeutenden Rap-Wettbewerb, einen Namen gemacht.
Noch nicht ganz einen Namen gemacht hat sich das «Oltenair», zumal es erst die zweite Ausgabe war. Ob es zu einer dritten kommen wird, können die Organisatoren allerdings noch nicht sagen: «Wir werten jetzt erst mal alle Daten aus, und dann entscheiden wir. Ideen wären jedenfalls schon vorhanden», sagt Fabienne Hurni, die gestern Sonntagabend mit Aufräumarbeiten auf der «Schützi» beschäftigt war. Dankbar ist das elfköpfige OK für den Beitrag von rund 120 Helferinnen und Helfern, wie sie sagt, die alles ehrenamtlich machen.

Im OK gibt es sogar welche, die extra Ferien nehmen. «Es verlangt schon sehr viel ab», bestätigt Hurni, die eigentlich als Jugendarbeiterin tätig ist. Sicher hilft es auch, dass sie Organisationserfahrung aus diversen Vereinen mitbringt. Spezifische Zahlen waren bis gestern Abend noch nicht ausgewertet. Klar ist bereits, dass das Oltenair, im Gegensatz zum letzten Jahr, nicht ganz ausverkauft war. Laut Organisatoren könnte hierbei das Wetter einen bedeutenden Einfluss gespielt haben. Fabienne Hurni vermutet zudem: «Diesmal war in der Region einfach mehr los als beim letzten Mal, etwa das Open Air in Gränichen. Zudem fand in Zürich gleich an beiden Tagen ein Konzert von Ed Sheeran statt.»

Bis zwei Uhr in der Früh wurde noch an der Bar getanzt, getrunken und gefeiert. Um vier Uhr morgens musste auch im Partyzelt Schluss sein, die Stadt Olten hatte für den Anlass zwei Freinächte genehmigt.

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