Ansturm auf den Hausberg: Zeltler richten sich in der «Republik Heitere» ein - VIDEO + Galerie

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Das Wetter könnte durstig werden, dachten sich diese Luzerner Heitere-Camper ... (blt)
imon Bossert (3. v. l.) und seine Freunde stehen um 7.30 Uhr am Bahnhof bereit.
Mäsi Schenker, Miro von Arx und Tinu von Arx (v. l.) an Bord ihres Segelschiffes.
vana Müller, Aline Bucheli und Flavia Setz (von links) stellen zu dritt die Zelte für ihre achtköpfige Clique auf.Thomas Blümli

Dienstagmorgen, 7.30 Uhr, Bahnhof Zofingen: Was sich hier ereignet, ist nicht alle Tage zu sehen. Der Bahnhofplatz ist von eingefleischten Festivalfans eingenommen. In Scharen steigen sie aus den Zügen und kommen mit dem Auto angefahren, schleppen ihre Campingausrüstung auf den Schultern, unter den Armen oder im Leiterwägeli. Zelte, Campingstühle und Sonnenschirme liegen zu Haufen gestapelt auf dem Boden. Die Stimmung ist gut, hie und da wird trotz der frühen Uhrzeit ein Bier getrunken. Gross ist die Vorfreude auf das Heitere, ebenso lang die Schlange zu den Shuttlebussen, die die Festivalfans zum Open-Air-Gelände bringen.

Inmitten all der Leute: Simon Bossert. Der Kantischüler wirkt frühmorgens noch ein wenig müde. «Wir zelten die ganze Woche auf dem Heiternplatz», sagt er. Da Bossert Schulferien hat, kann er gut die ganze Woche auf dem Zeltplatz bleiben. Mit seinen Freunden geht er ans Open Air, zu neunt sind sie unterwegs. Das Material in Taschen und im Leiterwagen verstaut, warten sie in der Schlange auf den Bus, der sie auf das Festivalgelände bringen wird. Dann wird ihr Open-Air-Abenteuer beginnen.

Ansturm auf das Festivalgelände
Szenenwechsel: 8.15 Uhr, Heiternplatz. Fast minütlich trifft ein Shuttlebus ein, dutzende Festivalfans steigen aus und strömen zum Zeltplatz. Auf der anderen Seite der Strasse befindet sich das Festivalgelände. Noch nicht fertig aufgebaut stehen die beiden Bühnen als karge Metallgerüste da. Das Gelände ist offen, Aufbauarbeiter gehen ein und aus. Gegenüber, entlang der Strasse steht der «Camper’s Boulevard», wo sich die grössten und ausgefallensten Festival-Behausungen befinden. Derzeit sind sie im Aufbau.

An Bord des Heitere-Segelschiffs
In einer davon hausen die Mitglieder des Wagenbauvereins «Doktor Wagoon» aus Brittnau. Ein altes Segelschiff auf Rädern haben sie mitgebracht. An Bord sind Mäsi Schenker sowie Tinu und Miro von Arx. Die letzten 13 Heitere Open Airs haben sie alle besucht. «Wir haben schon immer genau an dieser Stelle auf dem Zeltplatz campiert», sagt Schenker. Dieses Jahr haben sie das erste Mal eine solch aufwendige Ausrüstung mitgebracht. «Das Segelschiff wurde von einer Fasnachtsgruppe aus Brittnau an den Umzügen verwendet, nun nehmen wir es ans Heitere mit.» Bis Mittwochabend wollen Mäsi Schenker und Co. das Schiff fertig dekoriert haben, danach wird es für eine Woche zu ihrem Daheim. «Wir gehen bis Sonntag nicht mehr nach Hause», sagt Schenker lachend.

Zeltler im «Camper’s Paradise»
Einige Meter weiter entlang der Strasse befindet sich das «Camper’s Paradise», der Zeltplatz. Das Gelände erstreckt sich vom Schützenhaus bis zu den Zielscheiben. Hier finden sich vor allem Jugendliche und junge Erwachsene ein. Zu Dutzenden strömen sie den Weg dem Waldrand entlang und suchen einen geeigneten Platz für ihr Zelt. Dann beginnt die Aufbauarbeit: Geschickt bauen sie die Zelte und Pavillons auf, die Campingstühle kommen darunter in den Schatten.

Unter diesen Leuten sind Aline Bu-cheli, Ivana Müller und Flavia Setz. Die drei Freundinnen aus Schulzeiten haben eine Campingausrüstung für acht Personen dabei. «Wir stellen die Zelte für unsere ganze Clique auf», sagt Setz. «Wir drei sind die Einzigen des Freundeskreises, die Ferien haben, deswegen haben wir uns für den Aufbau zur Verfügung gestellt.» Es sei wichtig, dass man sich schon am Dienstag einen Zeltplatz reserviere. «Am Ende des Tages wird das ganze Gelände zugebaut sein», sagt Bucheli.

Kaltes und verregnetes Vorjahr
Die drei bleiben nicht die ganze Woche auf dem Heiternplatz. «Das haben wir letztes Jahr gemacht, das wurde gegen den Schluss dann ziemlich anstrengend», sagt Müller schmunzelnd. Vor allem das Wetter habe nicht mitgespielt. «Es war kalt und es hat die ganze Woche geregnet. Wir sassen jeweils in Pullovern eingemummt unter unserem Pavillon.» Dieses Jahr werden sie am Donnerstagabend auf den Zeltplatz zurückkehren. Das Wetter dürfte besser mitspielen als im Vorjahr. Die Heitere-Fans wird’s freuen.

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