Was Heitere-Besucher im Fundbüro alles wiederzufinden hoffen ...

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Verloren und gefunden – auch heuer hatte das Fundbüro während des Heitere Open Airs viel zu tun. «Aber weniger als auch schon», sagt Brigitte Schöllmann. Seit 24 Jahren ist sie im OK dabei und für das Fundbüro, den Infostand und die Kasse zuständig. Das bedeutet für Brigitte Schöllmann und ihr Team mit 33 Mitarbeitern Tickets überprüfen, in Bändeli umwandeln, diese ums rechte Handgelenk straff anlegen und die Verschlüsse stanzen.

«Wie immer gab es Vereinzelte, die mit gefälschtem Bändeli reinzukommen versuchten», sagt Schöllmann. Doch dies ist praktisch unmöglich, seit auf die nicht übertragbaren Stoffbändeli gesetzt wird. Obwohl diese reissfest sind, gab es einzelne, die mit einem zusammengeflickten Bändeli ihr Glück versuchten. Erfolglos, denn geht eines während des Festivals kaputt, kann es nur am Infostand auf der Geländeinnenseite umgetauscht werden. «Heuer hat jemand versucht, ein Bändeli mit Kaugummi zusammenzukleben», sagt Brigitte Schöllmann und meint lachend: «In der Hitze sah es nicht so appetitlich aus.» Mehr Glück dagegen hatten einige Besucher, die auf dem Gelände ihr Handy oder Portemonnaie verloren oder liegen gelassen hatten. «Die Besucher waren sehr ehrlich und brachten einige sehr gut mit Geld gefüllte Brieftaschen vorbei.»

Die nicht abgeholten Fundgegenstände, wie drei Handys, zwei Portemonnaies und einige Ausweise und Brillen, brachte sie gestern auf den Posten der Regionalpolizei Zofingen. Auf diesem landen auch Fundstücke, die Schöllmann und ihr Team mangels Hinweisen nicht zuordnen können. Will jemand sein Handy zurück, muss er es entsperren können oder die Telefonnummer wissen.

Die Lehrerin, die viele Jahre an der Oberstufe in Vordemwald tätig war, stand alle fünf Festivaltage im Einsatz. Dabei schätzt sie es, ehemalige Schüler und Bekannte zu sehen. «Meine Kinder sind quasi auf dem Heitern aufgewachsen. Beide helfen mittlerweile mit.» Brigitte Schöllmann, die von Oftringen in den Kanton Nidwalden gezogen ist, erzählt, dass sie während ihrer «Heitere-Ferienwoche» beim Sohn in Küngoldingen wohnt. Unvergessen bleibt ihr ein Auftritt der Band The Prodigy. Die Besucher tanzten und sprangen so ausgelassen, dass 75 Portemonnaies im Fundbüro landeten und dieses nach Mitternacht von den verzweifelt Suchenden gestürmt wurde. «Es brauchte einen Moment, bis wir alle Geldbeutel personifiziert und angeschrieben hatten», erinnert sich Brigitte Schöllmann lachend. Mit Geduld und Humor begegnete sie auch jenen Besuchern, die im Fundbüro nicht nach Wertgegenständen suchten, sondern ihre Freundin auf dem Gelände verloren hatten.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.

Gueti Gschicht

Michael Kraus
schrieb am 15.08.2018 03:04
Super, Emiliana, cool, dass ehr immer noch nach so viel Jahren eine neue Story, die spannend ist, findet. Die Anekdote mit "The Prodigy" ist grossartig! ;o)
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