Wahlen 2019: Zwei Pfaffnauer CVP-Politiker wollen es erneut wissen

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Guido Graf (links) will im Regierungsrat, Thomas Grüter (rechts) im Kantonsrat weiter politisieren. (Archiv awi/rzu)

Gut möglich, dass die Gemeinde Pfaffnau weiterhin und bis mindestens 2023 in der kantonalen Politik quasi doppelt vertreten sein wird: Sowohl Regierungsrat Guido Graf (CVP) als auch Kantonsrat Thomas Grüter (ebenfalls CVP) wollen erneut kandidieren. Die Nominierung an der Generalversammlung der Ortssektion Pfaffnau/St. Urban am 22. Oktober dürfte reine Formsache sein.

Thomas Grüter (54) gehört dem Kantonsrat seit 2015 an. Damals wählten ihn die Stimmbürger im Wahlkreis Willisau als einen von sieben CVP-Vertretern aus der Region mit 7401 Stimmen ins Parlament nach Luzern. In der ersten Legislaturperiode habe er sich eingearbeitet und auch Zeit benötigt, um sich positionieren zu können. «Die Arbeit ist interessant und in der Legislative ganz anders als in der Exekutive», erklärt Thomas Grüter, der in Pfaffnau auch als Gemeindepräsident amtet, auf Anfrage. Jene Position hat Grüter seit 2004 inne, in den Gemeinderat war er bereits gewählt worden. Thomas Grüter gehört derzeit der kantonsrätlichen Kommission für Erziehung, Bildung und Kultur an. Er kann sich auch vorstellen, sich künftig vermehrt der Landwirtschaft und Raumentwicklung zuzuwenden – Grüter ist Meisterlandwirt, führt in St. Urban den Sonnhaldenhof mit mehreren Mitarbeitern. Er präsidiert die Landwirtschaftskommission der CVP Kanton Luzern.

«Bin hier, um zu arbeiten»

Regierungsrat Guido Graf sieht es als Privileg und sehr motivierend an, in der Luzerner Regierung arbeiten zu dürfen. Dass er seinen Entscheid zur erneuten Kandidatur jetzt nach den Sommerferien und nicht schon im Frühjahr, als die Spekulationen nach dem Verzicht von Robert Küng ins Kraut schossen, bekannt gibt, begründet Graf mit: «Ich bin hier, um zu arbeiten und nicht, um Wahlkampf zu betreiben.» Motiviert ist Guido Graf vor allem auch, Projekte im Gesundheitsbereich und Sozialen weiterentwickeln und umsetzen zu können. Allerdings, betont er, sei die Departementsverteilung schliesslich Sache des Gesamtregierungsrates. Dennoch macht er keinen Hehl daraus, dass er sich im Gesundheits- und Sozialdepartement am richtigen Ort sieht. Im Asylwesen wurde unter seiner Ägide auf 2016 der gesamte Betreuungsbereich von der Caritas zum Kanton Luzern überführt. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass der Kanton so «rascher und flexibler» reagieren könne.

Der 60-jährige Guido Graf gehört dem Regierungsrat des Kantons Luzern seit 2010 an und hat die heutige Departementsführung seit ebendann inne. Davor war er zehn Jahre im Kantonsrat. Guido Graf wurde 2015 mit dem besten Resultat aller Regierungsratskandidaten (61 451 Stimmen) bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt.

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