Kantonale Bildungsinitiative: Den Fachkräftemangel angehen

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Im Gymnasialbereich dürften ab Schuljahr 2020/21 etliche Stellen neu besetzt werden müssen. (BIld: Keystone)

Noch bestehe im Kanton Luzern eine hohe Bildungsqualität, erklären die Initianten von der «Allianz für Lebensqualität». Doch damit dies so bleibt, haben sie eine Volksinitiative gestartet, die nötige Unterschriftenzahl zusammenbekommen und das Begehren im November 2016 eingereicht. Wie die öv-Initiative (siehe Ausgabe vom Mittwoch) wird auch die Volksinitiative «Für eine hohe Bildungsqualität im Kanton Luzern» nun am 23. September zur Abstimmung gelangen. Der Regierungsrat und das Parlament lehnen sie ab.

Der Initiative, die neben der «Allianz für Lebensqulaität», auch von linken Parteien auch Lehrerverbände getragen wird, geht es um gute Rahmenbedingungen. Schulschliessungen und Schulgelderhöhungen hätten die Gefahr gezeigt, von der die Qualität bedroht sei – ausgehend von Kantonsparlament und Regierung. In der Kantonsverfassung will man festhalten, dass die Volksschule kommunal und die Sekundarstufe II regional zu verankern ist. Soweit das Bundesgericht keine Vorgabe mache, sollen auf Sekundarstufe II keine Schulgelder erhoben werden und es soill neben Lang- und Kurzzeitgymnasium eine breite Palette an dualen Ausbildungen und schulisch organsierter Grundausbildung angeboten werden. Und nicht zuletzt: Den Fachkräftemangel angehen. «Im Kanton angestellte Lehrpersonen verfügen über die notwendigen und anerkannten Lehrdiplome für den Unterricht auf der jeweiligen Schulstufe. Kanton und Gemeinden stellen genügend Mittel zur Verfügung, um die Qualität der Bildung nachhaltig zu garantieren», heisst es im Wortlaut.

Kanton hat Engpass erkannt

Man werde in absehbarer Zeit zuwenig Lehrpersonen haben, bereits auf das letzte Schuljahr seien etliche Stellen nur knapp besetzt worden. Höhere Schülerzahlen und eine höhere Anzhal an Pensionierungen begünstigen die Möglichkeit des Mangels. Die «Allianz für Lebensqualität» erklärt, bezüglich guter Anstellungsbedingungen gehöre der Kanton Luzern zu den letzten Rängen. In der Botschaft des Regierungsrates an den Kantonsrat letzten Winter konstatierte der Kanton zwar, dass der Bedarf an Lehrpersonen zunehmen wird. Nachdem bis 2011/12 die Anzahl Lernender abnahm, steigt sie nun wieder an. Der Kanton Luzern kann die Zahl der benötigten, neuen Lehrer relativ genau beziffern, alleine 94 Vollzeitstellen infolge Pensionierungen auf Gymnasialstufe innerhalb der nächsten zehn Jahre. «Grundsätzlich werden dennoch keine Probleme bei der Stellenbesetzung mit adäquat ausgebildeten Lehrpersonen erwartet, ausgenommen bei Fachlehrpersonen in Fächern wie Physik, Mathematik und Informatik». Im Berugsbildungssektor rechnet man mit 20 Vollzeitstellen, die wegen Pensionierungen neu besetzt werden müssen. Der Regierungsrat hatte bereits vor der Vorlage im Kantonsparlament argumentiert, die Initative führe zu «einer erheblichen finanziellen Mehrbelastung für den kanton und die Gemeinden. Dies widerspricht dem Ziel des langfristig ausgeglichenen Finanzhaushaltes.». Und: «Das Gleichgewicht zwischen Bildungsanspruch und angemessener Finanzierbarkeit wird durch die Initiative gestört, was letztlich die Sicherung einer qualitativ hochstehenden Bildung im Kanton Luzern gefährdet.» Gut möglich, dass der Regierungsrat auch Medienkonferenz nächste Woche und schliesslich in der Abstimmungsbotschaft die finanzpolitischen Überolegunbgen als einen Hauptgrund für ein Nein ins Feld führen wird. Der Regierungsrat verzichtete schliesslich auch auf einen Gegenvorschlag, weil er das Grundanliegen der Initiative als erfüllt ansieht.

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