Der Fussweg am Kanal beim Aarauer Wasserkraftwerk bleibt erhalten

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Aufgrund der neuen Konzession für das Kraftwerk müsse der Weg dem Kanal entlang erhalten bleiben, schreibt die Eniwa. Ueli Wild

Die Zonenplanänderungen an der Erlinsbacherstrasse, die im Rahmen der Revision der allgemeinen Nutzungsplanung vorgesehen sind, geben zu reden. Vor Monaten schon hat die Interessengemeinschaft Alte Badi, die seit Jahren gegen die geplante Wohnüberbauung der Eniwa AG opponiert, Alarm geschlagen. Grund: Rund 250 Meter unterhalb des Flusskraftwerks endet auf dem revidierten Zonenplan nun die Freiraumzone zugunsten einer Energiezone, die bis ans Kanalufer reicht. Aus Sicht der Öffentlichkeit stellte sich da die Frage, ob es künftig noch einen durchgehenden Fussweg dem Kanal entlang geben wird. Ausdrückliche Garantien dafür hatte die Eniwa bisher nie öffentlich abgegeben.

Durch Konzession verpflichtet

Gestern Donnerstag nun, vier Tage vor der grossen BNO-Debatte des Einwohnerrates, machte die Eniwa mit einer Medienmitteilung ihre Haltung publik: «Der Fussweg entlang des Aare-Kanals beim Aarauer Wasserkraftwerk bleibt erhalten.» Gemäss Medienmitteilung kann die Eniwa gar nicht anders. «Im Rahmen der Konzessionserneuerung für das Wasserkraftwerk in Aarau», schreibt die Kraftwerkbetreiberin, «wurde der Konzessionärin Eniwa unter anderem die Bedingung gestellt, das öffentliche Wegnetz an der Aare sicherzustellen». Die Aarauer BNO-Revision habe keinen Einfluss auf diese Konzessionsauflage, heisst es weiter.

Die Konzessionärin Eniwa, wird weiter ausgeführt, habe ihre Verkehrsanlagen, die für den Betrieb des Wasserkraftwerks notwendig seien oder dem Publikum offenstehen, während der ganzen Konzessionsdauer in gutem und betriebsfähigem Zustand zu halten. Dies sei in der neuen Konzession festgelegt worden. Diese trat per 1. Januar 2018 in Kraft und ist bis zum 31. Dezember 2085 gültig. Eine einzige Ausnahme gibt es. Dabei handelt es sich um den bewilligten Teilrückbau des Mitteldammes für den geplanten Neubau des Wasserkraftwerks. Fazit der Eniwa: «Der Fussweg entlang des Aare-Kanals bleibt bestehen – unabhängig von der BNO-Revision.» Der Projektentwurf des neuen Unterwerks sehe sogar eine Verbreiterung des Wegs am Kanalufer vor.

Die Altbauten an der Erlinsbacherstrasse will die Eniwa laut Medienmitteilung «durch günstige und energieeffiziente Wohnbauten» ersetzen. Sowohl die heutige wie auch die in der neuen Nutzungsplanung angedachte Zonierung lasse die beabsichtigte Nutzung und Dichte zu. Die Landbesitzerin Eniwa hat vor, das Land im Baurecht abzugeben.

Anpassungen beim Kraftwerk

Mit rund 30 Umweltmassnahmen und mit einer ganzen Reihe technischer Optimierungen, schreibt die Eniwa, sei bei der Projektierung des neuen Kraftwerks «das, was üblicherweise zu Zielkonflikten führt», erfolgreich überwunden worden. Für die Änderungen und Anpassungen liegen dem Vernehmen nach alle notwendigen Bewilligungen aus dem Konzessionsprojekt vor. Aufgrund neuer Erkenntnisse zur Fischabstiegsthematik wird das Hauptkraftwerk derzeit noch einmal überarbeitet. Die Anpassungen werden nach den Herbstferien vorgestellt und unterliegen nochmals einem Mitsprache- und Bewilligungsverfahren.

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