Energiestadt-Label: Aarburg spart energisch

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Die Aarburger Gemeinderäte Rolf Walser (rechts), Dino di Fronzo (links) und Gemeindeammann Hans-Ulrich Schär (zweiter von rechts) erhalten von Regierungsrat Stephan Attiger Glückwünsche zum Energiestadt-Label. JOW
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Hans-Ulrich Schär und Stephan Attiger geniessen die Weitsicht (Bild: Joel Widmer)

Als er das Wort ergreift, ist Gemeindeammann Hans-Ulrich Schär noch etwas ausser Atem von den vielen Treppenstufen hinauf in die Aarburger Festung. Er und seine Gäste haben auch an diesem Montagabend an der feierlichen Übergabe des Energiestadt-Labels ihren kleinen Beitrag an die Energiewende geleistet und liessen den Lift in die repräsentative alte Direktionswohnung des Jugendheims unten stehen.

Oben zeigt sich Schär stolz, «dass wir die Lücke zwischen Olten auf der einen und Zofingen und Oftringen auf der anderen Seite schliessen können.» Diese Gemeinden wurden schon früher mit dem Label Energiestadt ausgezeichnet. Dafür müssen die Kommunen erneuerbare Energien fördern, auf umweltverträgliche Mobilität und auf eine effiziente Nutzung der Ressourcen setzen. Nun erhält also auch Aarburg nach einem Prüfprozess diese Auszeichnung und wird von Regierungsrat Stephan Attiger dazu herzlich beglückwünscht. «Wir sind es den nächsten Generationen schuldig, nachhaltig mit den Ressourcen umzugehen», sagt der Vorsteher des kantonalen Departementes für Bau, Verkehr und Umwelt.

Als die Festung gebaut wurde, sei Energieeinsparung noch kein Thema gewesen, sagt Attiger. «Und nun überblickt man von hier oben einen urbanen Raum, in dem viele Menschen zuhause sind.» Die Schweizer Bevölkerung habe Ja gesagt zur Energiestrategie und umgesetzt werde diese vor allem in den Gemeinden, die am nächsten dran seien an den Projekten.

Und dabei ist laut Attiger die Raumplanung entscheidend. «So ist ein schlechtes Haus am richtigen Ort noch immer besser, als ein sparsames Haus am falschen Ort.» Darum sei das Label wohlverdient, denn Aarburg habe viel gemacht, um Arbeitsplätze und Wohnraum zu verdichten. «Und ich bin überzeugt, dass diese Massnahmen langfristig auch Wertschöpfung generieren», sagt der FDP-Regierungsrat.

Der Aarburger Bau- und Umwelt-Vorsteher Rolf Walser ist sichtlich stolz auf «sein» neues Label. Überschwänglich dankt er allen Beteiligten für den Effort. Dann listet der SP-Gemeinderat die Projekte auf, die letztlich zur Energiestadt-Anerkennung geführt haben.

Schon vor rund 10 Jahren hat Aarburg parallel zum Bau der Ortskernumfahrung in den Quartieren flächendeckend Tempo 30 eingeführt. «Und in letzter Zeit haben wir es im Baubereich geschafft, Einfluss zu nehmen auf private Investoren.» So wurde die Aufzonierung auf dem Webiareal an Bedingungen geknüpft – unter anderem für hochwertigen Wohnraum. Noch stärker war der Einfluss der Gemeinde bei der Überbauung Gishalde, die nach den Kriterien einer 2000-Watt-Gesellschaft gebaut wird. Dazu hatte die Gemeindeversammlung eine bedingte Einzonung beschlossen, was dem Gemeinderat die Möglichkeit gab, die Art de Bauens mitzubestimmen.

«Mit dem Label ist ein visionäres Etappenziel erreicht», sagt Walser. Doch abgeschlossen ist die Arbeit mit der Labelübergabe mitnichten. Laut Walser müsse man zum Beispiel noch den Langsamverkehr verbessern. Dann schweift sein Blick von der Festung Richtung Norden in jenes Quartier, das ebenfalls eine Aufwertung nötig hat.

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