Warum erfolgt der Aarburger Personalausflug eigentlich nicht an einem Samstag?

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Im April 2013 bin ich in Aarburg neu zugezogen. Es war mir immer klar, dass es um die Finanzen dieser Gemeinde nicht sehr gut steht. Ich verweise dabei auf den hohen Gemeindesteuerfuss. Das war aber noch lange kein Grund für mich, deswegen nicht nach Aarburg zu ziehen.

In den vergangenen fünf Jahren musste ich immer und immer wieder vernehmen, wie die Gemeinde an allen Ecken und Enden sparen muss. Auch kleine und Kleinst-Beiträge an Vereine, (soziale) Institutionen usw. wurden oder werden gekürzt oder gar ganz eingestellt. Ebenso übt man sich jetzt beim «Weihnachtsmarkt» in vornehmer Zurückhaltung. Immer und immer wieder fordert der Gemeinderat von der Bevölkerung Verständnis und Solidarität für die angespannte finanzielle Situation.

Genau diese Solidarität zeigen der Gemeinderat und die Verwaltung aber ganz und gar nicht. Frischfröhlich wird jedes Jahr – an einem Arbeitstag wohlverstanden – ein ganztägiger Personalausflug auf die Beine gestellt. Diskrete Frage: «Ginge es vielleicht auch eine Nummer kleiner?» Eventuell mit einem gemeinsamen Nachtessen an einem Freitagabend? Wenn schon unbedingt «ausgeflogen» werden muss, dann bitte zum Beispiel an einem arbeitsfreien Samstag. Die wenigen hier noch wohnenden ehrlichen Steuerzahler hätten bestimmt gar nichts dagegen, wenn auch im hochwohllöblichen Rathaus zu Aarburg ein entsprechender Denkanstoss in die Wege geleitet, beziehungsweise Solidarität gegenüber der Bevölkerung dokumentiert würde.

PIUS STUDER-BÖSCH, AARBURG

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