Unsere Bäume kommen mit der Trockenheit besser zurecht als erwartet

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Symbolbild (Archiv)

Demnach verhindern die Bäume ein Austrocknen, indem sie ihre Poren verschliessen und so Schäden an ihren Leitbahnen verhindern, wie die Universität Basel am Mittwoch mitteilte. Über diese Leitbahnen führt zum Beispiel eine ausgewachsene Buche durch den Stamm im Normalfall täglich bis zu 400 Liter Wasser in die Blätter.

Als zunächst nicht bedenklich werten die Wissenschaftler den Umstand, dass sich der Wald dieses Jahr früher als üblich schon im August zu verfärben begann. Das vorzeitige Abwerfen der Blätter sei ein kontrollierter biologischer Prozess. Er diene als eine weitere Sicherheitsmassnahme ebenfalls dazu, ein Austrocknen der Bäume zu verhindern, heisst es in der Mitteilung.

Volle Zuckerspeicher verhindern Verhungern
Auch die bisherige Annahme, dass Bäume bei extremer Hitze zu verhungern drohen, sehen die Basler Forschenden um Professor Ansgar Kahmen vom Departement Umweltwissenschaften nicht bestätigt. Zwar werde die Photosynthese durch den langanhaltenden Porenschluss eingeschränkt, doch seien die Zuckerspeicher im Sommer bereits recht voll, sodass der Baum auch so gut über den Winter kommen sollte.

Die Erkenntnisse der Basler Forschenden stammen aus einer dreijährigen Studie, die auch den Hitzesommer 2015 umfasst. Erste Daten aus dem Hitzesommer 2018 mit dem regenärmsten Sommer seit Messbeginn 1864 bestätigen die Ergebnisse, wie es in der Mitteilung heisst.

Keine Entwarnung
Aus der Erkenntnis, dass Bäume eine einzelne Dürreperiode unerwartet gut überstehen können, mögen die Forschenden keine Schlüsse für die Zukunft ziehen und schon gar nicht Entwarnung zu geben. Es sei unklar, ob die Sicherheitsmechanismen der Bäume ausreichen, um auch einer starken Zunahme von Trockenheitsereignissen widerstehen zu können. Auch könnten Bäume zwar ein Trockenheitsjahr überleben, danach aber geschwächt und für Insektenbefall anfällig werden.

Der Frage, wie einheimische Bäume auf den Klimawandel reagieren, gehen Forschende der Uni Basel in einem europaweit einmaligen Langzeitexperiment nach, das derzeit vorbereitet wird. In Hölstein im Baselbieter Jura wird ab 2019 während 20 Jahren der Wald beobachtet. Dürre wird dabei durch ein Regendach simuliert.

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