Luzerner Frauen rüsten für die Wahlen 2019 auf

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Über 60 Frauen aus Luzern haben am Workshop teilgenommen. zvg

In Führungspositionen der Wirtschaft und in der Politik sind mehr Frauen erwünscht, aber schwer zu finden. Eine überparteiliche Gruppe von engagierten Politikerinnen hat die Initiative ergriffen, die Kompetenz, das Know-how und die Dynamik der Frauen aufzuzeigen und diese für politische Ämter zu motivieren. Mit einem Workshopabend «Politik nicht nur etwas für harte Kerle» in der Hochschule Luzern sind interessierte Frauen eingeladen worden, ihre Vorurteile zu politischem Engagement abzubauen, sich Wissen von erfahrenen Politikerinnen zu holen, auf Tuchfühlung mit diesen zu gehen und eigene Strategien für den politischen Weg zu entwickeln. Nach einem Referat zu «Frauen in der Politik» von Yvonne Schärli, alt Regierungsrätin SP und Präsidentin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, haben thematische Workshops zu Wissensaustausch und Diskussion eingeladen. Über 60 Frauen aus der Region sind der Einladung gefolgt. Dem übergeordneten Ziel der Veranstaltung «die Mobilmachung der Frau in der Politik für die Wahlen 2019» sind die Veranstalter damit einen grossen Schritt näher gekommen. Rund ein Drittel der Anwesenden kann sich nach dem Workshop ein politisches Amt vorstellen.

Die Teilnehmerinnen sind sich dabei Folgendem bewusst geworden, heisst es in der Medienmitteilung des Netzwerks: Frau wächst in politische Ämter hinein, Vorkenntnisse sind nicht zwingend notwendig für den Einstieg. Frau darf und soll Mut für eine eigene politische Themenwahl und Positionierung haben. Mut zur Lücke und für Veränderung ist wichtig. Vereinbarkeit von Familie und Beruf darf bei Familie und Arbeitgeber eingefordert werden.

Für Claudia Huser Barmettler, Kantonsrätin glp, ist klar: «Am Schluss brauchen wir Frauen im Kantonsrat und anderen Gremien, egal aus welcher Partei!», und «Frauen für ein Amt wie die Regierung zu motivieren, bedeutet langfristige und gut geplante Aufbauarbeit. Es ist ein fortlaufendes, stetiges Engagement, das immer von allen Parteien getan werden muss, aber es lohnt sich definitiv.»

Männer nicht ausschliessen
Es gehe nicht darum, Männer auszuschliessen, doch es brauche mehr Frauen in der Politik, hiess es weiter. Beste Ergebnisse werden mit einer ausgewogenen Vertretung von beiden Geschlechtern erreicht. Dies wird immer wieder von Erhebungen und Studien belegt. Dabei muss jede Frau einmal den ersten Schritt wagen.

Dies ist leichter gesagt als getan. Das ist sich die Gruppe bewusst. Deshalb wurde das Netzwerk über alle Parteigrenzen hinweg gebildet. Es organisiert Anlässe, die Frauen vor allem direkt und persönlich ansprechen sollen und eine erste Brücke hin zu wichtigen Funktionen und Ämtern bilden sollen. Ein erster öffentlicher Anlass fand im März 2018 mit einem Referat von Bundesrätin Doris Leuthard und anschliessender Podiumsdiskussion im Hotel Schweizerhof statt. Der grosse Aufmarsch an Teilnehmerinnen zeigte, dass das Thema interessant, wichtig und aktuell ist.

Das überparteiliche Netzwerk Frauen-Luzern-Politik ist ein freiwilliges, ehrenamtliches Netzwerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, bei den nächsten Wahlen mehr Frauenkandidaturen zu verzeichnen. Das längerfristige Ziel ist es, den Frauenanteil in Ämtern und verantwortungsvollen Positionen markant anzuheben.

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