OK-Präsident Stefan Ruf sieht beim Powerman Zofingen viel Potenzial

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Stefan Ruf suchte am Wochenende mit Athleten, Funktionären und Zuschauern oft das Gespräch. (Bild: gam)

Beim Start des WM-Rennens begleitete Stefan Rufs Applaus die Athleten auf ihren ersten Metern. Auf der Laufstrecke wies der OK-Präsident in der Altstadt zeitweilen die Teilnehmenden höchstpersönlich in die richtige Richtung. Und auf der neuen Radstrecke fuhr er mit Powerman-Zofingen-Generalsekretär Oliver Imfeld die neuralgischen Punkte ab – wie die scharfe Kurve in Reiden. «Wir waren eben erst aus dem Auto gestiegen, als es ‹chlöpfte›», sagt Stefan Ruf, der Zeuge wurde, wie ein Athlet mit einem Steinblock kollidierte. «Zuerst sah es schlimm aus, er blieb benommen liegen», erzählt der OK-Chef. Der Teilnehmer erholte sich aber und besuchte trotz gebrochenem Arm die Post-Race-Party. «Wir sind froh, dass jene Szene glimpflich ausging. Auch sonst gab es glücklicherweise nicht mehr als die üblichen Blessuren», sagt Stefan Ruf, «dass alle ihren Wettkampf gesund beenden können, ist mir immer das Wichtigste.» Zu jener Stelle in Reiden sagt der 54-Jährige: «Es bestätigten sich unsere Befürchtungen, dass dies der heikelste Punkt ist. Wir wollten die Route da anders legen und werden bald noch mal auf die Gemeinde Reiden zugehen, damit wir den Parcours für 2019 optimieren können.»

Verbesserungspotenzial sieht Stefan Ruf auch bei der Laufstrecke. «Grundsätzlich war der Entscheid, in die Altstadt zu verschieben, richtig», meint Ruf, obwohl der eine oder andere Athlet das Kopfsteinpflaster nicht so toll gefunden habe. «Auf den Fernsehbildern sah es eindrücklich aus, wenn zum Beispiel Weltmeister Gaël Le Bellec in der Zofinger Altstadt unterwegs war. Wir hoffen aber, dass wir stimmungsmässig noch zulegen können.» Zum einen sind bauliche Massnahmen denkbar, etwa, dass man mit Strohballen, Bändern und Gittern die Piste besser markiert für Teilnehmer und auch für die Passanten. «Die Unsicherheit gewisser Streckenposten und so auch der Rennenden ist mir selber auch aufgefallen, wir haben da während des Wettkampfs noch an Personal aufgestockt.» Die Organisatoren hoffen zudem, dass bei künftigen Austragungen und wenn die neue Strecke sich etabliert hat, das Gewerbe und Restaurants vermehrt mitziehen. Zeitnah zum sonntäglichen WM-Rennen wolle er mit den neuen Gemeinden auf der Radstrecke Kontakt aufnehmen und schauen, wie man vielleicht mit Hilfe von lokalen Vereinen für mehr «Stimmungsnester» sorgen könne. «Potenzial ist etwa in Reitnau oder Rothrist vorhanden», ist Stefan Ruf überzeugt.

Coupierter, aber schöner

Vorerst sei aber eine Analyse notwendig, ob man auch künftig mit der diesjährigen Strecke operieren könne. «Nach jetziger Einschätzung auf jeden Fall», betont Stefan Ruf. Bei den Athleten habe der Parcours Anklang gefunden: «Wenn sich jemand zur Strecke äusserte, dann positiv. Sie sei landschaftlich noch attraktiver, technisch schwieriger und coupierter als die alte», so der Oftringer. Lässt man beim Planen für das WM-Rennen 2019 einfliessen, dass heuer diverse Eliteathleten aufgeben mussten? «Das ist immer die Frage: will man das Wettkampfprofil so gestalten, dass der Powerman den ‹harten› Touch wahrt? So schränkt man wohl oder übel das Teilnehmerfeld ein auf die, die sich an ein so schwieriges Rennen wagen. Oder macht man die Strecken so einfach wie möglich, sodass jeder mitmachen kann», zeigt Stefan Ruf auf. Er sei der Meinung, dass es richtig sei, den Zofinger Charakter beizubehalten. Boomende Ultratrail-Läufe würden zeigen, dass Höhenmeter nicht das seien, was Sportler von Teilnahmen abhalte. «Genau damit kann sich der Powerman also abheben», betont Stefan Ruf, «etwa in der Ironman-Szene.» Da gehe es bei allen anderen Rennen «nur» darum, welche Zeit man realisiert habe. In Zofingen aber stelle sich nur schon die Frage, ob man überhaupt ins Ziel komme.

Gutes Feedback der ITU

Die Internationale Triathlon Union (ITU) ist mit der neuen Strecke ebenfalls zufrieden und begrüsste es, dass heikle Passagen und überhaupt so viele Abschnitte wie noch nie einseitig oder vollgesperrt waren. Diskussionen mit dem neuen und grösseren Team der ITU seien konstruktiv gewesen. «Einige Anliegen mussten wir der noch nicht mit den örtlichen Gegebenheiten vertrauten Delegation abschlagen, etwa, den Athleten die persönliche Wettkampfverpflegung zu streichen», sagt Stefan Ruf. Und man müsse sich bewusst sein: «Auch kleine Anpassungen, etwa in der Wechselzone, sind für einen solch grossen Event eine Challenge und ziehen einen Rattenschwanz nach sich, bis alle informiert sind.»

Auch 2019 und 2020 werden in Zofingen ITU-WM-Titel vergeben. «Ich bin sicher, dass die ITU uns hilft, den Powerman Zofingen bei den Landesverbänden besser zu vermarkten, sodass wir die Teilnehmerzahlen steigern können.» Denn ein Ziel hat der Powerman im Jubiläumsjahr nicht erreicht: er war mit gut 1300 Startenden nicht «sold out». «Sicher auch, weil viele Ressourcen in die Streckenplanung statt ins Athletenmarketing flossen», so Ruf. Er zieht insgesamt eine positive Bilanz, nicht zuletzt dank dem Schweizer Doppelsieg bei den Frauen: «Das zeigt, dass die Bestrebungen im Duathlon fruchten und nachhaltig wirken.»

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