Freddy Nock nach dem «Todesrad»-Thriller: «Diesen Rekord widme ich Leo» - GALERIE

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Montagnachmittag, Schulhauswiese Zofingen. Freddy Nock sitzt im Todesrad, lagert die Beine hoch und geniesst die Sonnenstrahlen. In wenigen Minuten kommt der «Senn-Kran» und hilft beim Abbauen. Die Beine schmerzen, die Füsse sind voller Blasen. Freddy Nock lacht und ist glücklich. Der 24. Weltrekord ist ihm sicher. Während den 25 Stunden und 2 Sekunden hat er rund 140 Kilometer zu Fuss zurückgelegt und das Todesrad über 10 000 Mal gedreht.

«Nach elf Stunden kommen die ersten Schmerzen», blickt Freddy Nock zurück. «Leider sind sie nicht mehr gegangen. Bis jetzt nicht.» Trotz viel Salbe und Massagen.

Freudig erzählt er von den Erlebnissen während des Rekords. Von den Menschen, die ihn begleiteten und unterstützten. Und von der kaum enden wollenden Nacht. Nach ein Uhr läuteten plötzlich die Kirchenglocken während rund 30 Minuten. «Das ist aber lieb von Zofingen, dass sie schauen, dass ich nicht einschlafe», denkt der Uerkner. Gegen drei Uhr in der Früh taucht eine Gruppe von über 20 Leuten auf. Sie feuern Nock lautstark an, plaudern mit ihm. Wieder ist eine Krise überwunden. Es ist nicht die letzte. Nock läuft weiter, immer weiter. Nach 25 Stunden ist Schluss. Er verbessert seinen eigenen Rekord im Todesradlaufen. Vor den Augen von Hunderten Schaulustigen steigt er erschöpft vom Todesrad. Er schliesst seinen Sohn Leo (7) in die Arme. Champagner wird ihm gereicht. Leute klopfen ihm auf die Schulter. 

«Nein, weitere Rekorde auf dem Todesrad wird es nicht mehr geben», betont der Artist und zeigt seine grossen Blasen an den Füssen. Dreimal ist er in der Nacht kurz vor der Aufgabe, doch er kämpft weiter. Für Leo und für sich. «Diesen Rekord widme ich meinem Sohn und allen Vätern und Kindern, die unter einer Trennung oder Scheidung zu leiden haben», sagt Freddy Nock am Tag nach seinem 24. Weltrekord. Der Artist ist den Tränen nahe.

«Der Weltrekord von Freddy Nock ist auch für uns ein grosser Erfolg und hat viel Publikum angelockt», sagt Stefan Ruf, OK-Präsident des Powermans Zofingen. «Wie die Duathleten lieferte auch Freddy Nock eine starke Ausdauerleistung ab. Seine Aktion war quasi eine Kombination aus Laufen und Radfahren, was perfekt zum Powerman und dem Duathlon passt.»

Zusammen mit dem Chauffeur des «Senn-Krans» baut Freddy Nock während rund einer Stunde das Todesrad ab. Er verstaut es in seinen Anhänger und macht sich auf den Weg nach Uerkheim. Dort plant er bereits sein nächstes Abenteuer. Etwas mit einem Ballon. Mehr verrät er noch nicht.

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