Die Aarburger Reinigungsanlage muss mit der Bevölkerung wachsen

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Der Aarburger Abwasser-Chef Erich Schnyder steht am Biologie-Becken. Hier wird die Hauptarbeit der Reinigung gemacht – von Millionen kleinen Helfern, den biologischen Mikroorganismen. Im Becken blubbert es. Dauernd wird Sauerstoff in die braune Brühe gepumpt. Doch eigentlich ist dieses Herzstück der Anlage zu klein. Zu schnell ist die Bevölkerung gewachsen. Noch könne die ARA zwar alles Wasser tadellos reinigen, sagt Schnyder stolz. Doch die Anlage ist am Limit – und weist keine Reserven auf. Wenn also ein Teil ausfallen sollte oder sich ein Abwasser-intensiver Betrieb in der Region niederlässt, wäre die Reinigungsleistung nicht mehr gesichert. Darum hat ein beigezogener Experte in seinem Bericht letztes Jahr festgestellt, dass es unverzüglich eine Erweiterung braucht. Diese haben Schnyder und seine Leute nun in Planung. Ein Projektierungskredit von 270 000 Franken hat der Abwasserverband Aarburg (AVA) gesprochen. Der gesamte Ausbau wird 15 Mio. Franken kosten.

Laut Schnyder gibt es verschiedene Varianten für eine Erweiterung. Diese werden derzeit durchgedacht und berechnet. Eine Möglichkeit wäre, die heutigen Becken zu erhöhen. «Doch was dann im ganzen Prozess der Klärung geschieht, müssen wir nun zuerst durchdenken und überprüfen», so Schnyder. Eine andere Variante ist eine horizontale Erweiterung durch weitere Becken südlich oder nördlich der Anlage. Und auch eine Erweiterung mittels einer neuen Filteranlage wird durchgespielt. Den definitiven Baukredit will Schnyder nächstes Jahr vorlegen.

Die Planung ist komplex. Denn der Ausbau kann nicht nur die bestehende Anlage berücksichtigen, sondern sollte auch künftige zu erwartende Bauten einbeziehen. «Wir konzipieren die Erweiterung so, dass wir eine weitere Klärstufe zur Eliminierung von Mikroverunreinigungen einbauen können.» Diese ist zwar für die Aarburger Anlage derzeit nicht vorgeschrieben. Doch im Verbund mit der Erzo in Oftringen figuriert sie unter den Anlagen zweiter Priorität, für welche der Kanton die Mikropartikel-Klärung vorschreiben kann, sobald das Einzugsgebiet mehr als 80 000 Einwohner aufweist. Und heute sind es schon rund 70 000.

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