Vier Zofinger Hirsche sind zum Abschuss freigegeben

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Erobert die Wälder rund um Zofingen: der Rothirsch. shutterstock

Hiesige Jäger stehen dieses Jahr vor einer besonderen Herausforderung. Vier Rothirsche sind in der Region Zofingen zum Abschuss freigegeben. Diese alle zu erlegen, werde sich als schwierig erweisen, sagt Erwin Osterwalder, Fachspezialist Jagd bei der Sektion Jagd und Fischerei des Kantons Aargau. «Das Territorium ist gross, darin einen der rund 15 Hirsche zu finden und zu treffen ist nicht einfach.»

Rothirsche halten sich noch nicht lange in der Region auf. Erst zehn Jahre ist es her, seit die ersten Hirsche die Wälder des Westaargaus für sich entdeckten. Seither zog es immer mehr Tiere in die hiesigen Wälder. Vor zwei Jahren konnten zwischen Strengelbach und Murgental gar erste Hirschrudel festgestellt werden. Diese Rudelbildung ist die Voraussetzung für Hirschjagd. Daher konnten die Kantonsbehörden 2016 erstmals eine Abschussbewilligung erteilen. «Mindestens 15 Hirsche befinden sich im Raum Zofingen», sagt Osterwalder. «Vermutlich ist das aber eine starke Untertreibung.» Die Anzahl der Hirsche sei schwierig abzuschätzen. Eine besenderte Hirschkuh weilte während Monaten im Gebiet zwischen Strengelbach und Murgenthal. Osterwalder erzählt: «Als ein Projektleiter das Tier während dieser Zeit im Wald suchte, stiess er gleich auf zehn Hirsche, die miteinander unterwegs waren.» Woher das Rotwild in die Region einwandere, sei schwierig zu sagen. «Wahrscheinlich kamen die Hirsche von Westen her aus den Kantonen Bern und Solothurn. Eine andere Möglichkeit ist, dass sie vom Süden her aus Luzern einwanderten», so Osterwalder. Auf das Ökosystem haben die Hirsche noch keine Auswirkungen, sagt Osterwalder. Dafür sei die Population im Moment noch zu klein. «Wir haben lediglich vereinzelt Verbisse an neu gepflanzten Bäumen festgestellt.»

Laut Ernst Steiner, dem Leiter Forstbetrieb Region Zofingen, müsse der Wildbestand dem Lebensraum angepasst sein. Er könne also je nach Wald unterschiedlich hoch sein. «Aktuell ist der Verbissdruck, welcher im Moment noch vor allem durch das Rehwild, zunehmend aber auch durch den Rothirsch verursacht wird, an vielen Orten so hoch, dass die aus ökologischer Sicht sehr wichtige Weisstanne ausfällt.» Die Weisstannen müssen deshalb mit aufwendigen Massnahmen geschützt werden. «Im Moment findet bei uns im Wald auf grossen Flächen ein Wechsel von der Weisstanne zur Rottanne statt», sagt Steiner. Das sei nicht natürlich, zudem könne die Rottanne die lehmigen Waldböden der Region nicht richtig durchwurzeln. Eine weitere Folge des Wandels ist die zunehmende Versauerung der Waldböden, welche bereits jetzt einen sehr tiefen pH-Wert aufweisen. Deswegen versuchen die Förster, die Weisstannen zu schützen und zu fördern. «Die Rottanne wird den Klimawandel nicht überstehen, dafür ist sie heissen und trockenen Perioden zu wenig angepasst», sagt Steiner.

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