«Aber es ist nach wie vor eine grosse Rivalität»

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Die Geschäftsführer Gian Kämpf (links) und Peter Rötheli. (Bilder: freshfocus, bko)

Peter Rötheli und Gian Kämpf, keine Rivalität im Schweizer Eishockey ist so gross wie die zwischen Langenthal und Olten. Woher kommt das?

Peter Rötheli: Diese Rivalität hat durch viele dramatische Spiele eine reiche Tradition. Die Rivalität ist aber nicht mehr so gross wie früher und von Hass kann schon gar keine Rede sein.

Gian Kämpf: Das sehe ich auch so. Aber es ist nach wie vor eine grosse Rivalität. Das habe ich in Langenthal vom ersten Tag an gespürt. Ohne das Derby würde einfach etwas fehlen.

Diese Rivalität geht doch tiefer, als Sie beide zugeben. Wenn wir nur daran denken, was da vor gut acht Jahren los war, als Ihnen Langenthal die Ausländer «gestohlen» hat.

Rötheli: Also Diebstahl im Sinne der Entwendung einer Sache war das nicht. Aber es hat wehgetan, und es ist nicht vergessen. Brent Kelly und Jeff Campbell haben den Langenthalern zu zwei Meistertiteln verholfen.

Was haben Sie falsch gemacht?

Rötheli: Die Langenthaler waren cleverer, wir sind falsch vorgegangen. Wir sind damals mit einem zu kleinen Budget in die Verhandlungen um die Vertragsverlängerungen eingestiegen. Als uns klar wurde, dass die Langenthaler dran sind, war es zu spät. Aber der Sport lebt ja auch von solchen Geschichten.

Wäre Olten mit Campbell und Kelly Meister geworden?

Rötheli: Das lässt sich so nicht sagen. Es ist, wie es ist: Langenthal ist in dieser Zeit zweimal Meister geworden. Unsere Chancen wären sicherlich mit den beiden grösser gewesen, vor allem damals im Finale 2015 gegen Langnau.

Sie haben also den Oltnern einfach mit viel Geld die beiden besten Spieler abgeworben?

Kämpf: Ganz so ist es nicht. Wir hatten Brent Kelly und Jeff Campbell ebenfalls bereits früher auf dem Radar. Doch uns fehlte der Mut, gleich zwei Kanadier direkt aus der dänischen Meisterschaft zu verpflichten. Also holten wir die Kanadier Ash Goldie und Cory LaRose. Auf die darauf folgende Saison wollten wir eigentlich Alexandre Tremblay und Eric Himelfarb verpflichten. Die Vertragsverhandlungen waren bereits weit fortgeschritten, doch auch uns war aufgefallen, wie Kelly und Campbell in Olten eingeschlagen hatten. Wir hatten Kenntnis davon, dass die Verträge noch nicht verlängert waren. Da setzten wir alles daran, gleich beide zu verpflichten. Übrigens: Beide verdienen bis heute genau gleich viel.

Wie viel haben Sie geboten?

Kämpf: Etwas mehr als Olten.

Rötheli: Fakt ist, dass wir zu wenig boten und es damit verpassten, die Verträge rechtzeitig zu verlängern, bevor die Langenthaler ins Spiel gekommen sind.

Die Langenthaler haben ein höheres Salär offeriert. Bedeutet das, dass der SCL reicher ist als der EHCO?

Rötheli: Zumindest damals hatten sie mehr Möglichkeiten als wir.

Ist das heute anders?

Kämpf: Es ist einfach so, dass wir damals über mehrere Jahre kein Glück mit unseren Ausländern hatten. Wir wollten deshalb endlich Ruhe reinbringen. Wegen der Offerten an Kelly und Campbell sparten wir anderswo etwas ein. Aber reicher als Olten waren wir weder damals, noch sind wir es heute.

Wie hoch ist Oltens Budget für die neue Saison?

Rötheli: Etwas über 6 Millionen inklusive der höchsten Juniorenmannschaft.

Und in Langenthal?

Kämpf: Wir haben ein Budget von rund 4,5 Millionen und investieren eine weitere Million in die Nachwuchsorganisation.

Das ist ja fast ein Unterschied wie zwischen dem armen Langnau und dem reichen SCB.

Kämpf: Wir wollen nicht übertreiben. Olten hat sich bessere wirtschaftliche und infrastrukturelle Voraussetzungen erarbeitet, als wir sie in Langenthal haben. Wir zahlen mit 400 000 Franken netto nach wie vor die höchsten Eismieten aller Klubs in der NLB.

Wie viel zahlt Olten?

Rötheli: Rund 350 000 Franken.

Kämpf: Aber für ein ganz anderes Stadion. Aus rein wirtschaftlichen Aspekten tausche ich unseren Schoren sofort gegen euer Kleinholz.

Rötheli: Langenthal und wir zahlen ligaweit die höchsten Abgaben.

Wie ist es mit der politischen Vernetzung in der Stadt? Der ehemalige EHCO-Präsident Benvenuto Savoldelli sitzt heute ja in der Stadtregierung.

Rötheli: Das stimmt. Aber der Stadt Olten geht es finanziell nicht gut. Jede Investition wird zum umstrittenen Politikum. Auch in Olten sind nicht alle Menschen Hockeyfans. Wer nur fürs Eishockey politisiert, kommt nicht weit.

Kämpf: Olten hat uns etwas voraus: Der EHCO spielte bereits in der NLA und hat dadurch eine andere Geschichte. Diese grosse Zeit prägt eure Kultur. Der Klub wird deshalb von der Öffentlichkeit anders wahrgenommen als der SCL in Langenthal. Drei Viertel unserer Geschichte haben wir in der Amateurliga verbracht. Erst in den letzten zehn, zwölf Jahren ist der SCL zu einem erfolgreichen Nationalligaklub mit professionellen Strukturen geworden. Deshalb haben wir noch nicht die gleiche politische Bedeutung in der Stadt wie der EHCO in Olten.

Rötheli: Das stimmt. Wir haben durch Aufstiege, Abstiege und Fast-Konkurse die Menschen mehr bewegt als die Langenthaler. Wir haben auch den Vorteil, dass wir in unserem Einzugsgebiet im Dreieck Olten-Aarau-Zofingen weniger durch Hockeyklubs konkurrenziert werden als der SCL. Nach dem Abstieg des FC Aarau in die Challenge League haben wir in unserem Einzugsgebiet auch keinen erstklassigen Fussballklub mehr.

Liegt Oltens Zukunft in der NLA?

Rötheli: Es ist eine gewagte Aussage, aber ich stehe dazu: Ja, wir möchten in die NLA. Wir wissen, wie schwierig es ist. Aber Langnau und zuletzt die Lakers haben gezeigt, dass es möglich ist. Der Standort Olten ist nicht schwächer als das Seeland, die Leventina oder das Emmental.

Und doch ist der EHC bei seinen Ausflügen in die oberste Spielklasse zweimal fast in Konkurs gegangen.

Rötheli: Ich masse mir im Rückblick kein Urteil an. Aber es ist ganz einfach: Damals ist mehr Geld ausgegeben als eingenommen worden.

Das ist heute anders?

Rötheli: Ja. Unsere Verwaltungsräte sind Unternehmer und sind dazu in der Lage, wirtschaftliche Risiken abzuschätzen.

Gian Kämpf, sehen Sie den EHCO in der NLA?

Kämpf: Nun ja ..., erst einmal müsste der Klub Meister werden und im Stress der Ligaqualifikation bestehen. Wir mussten uns bereits zwei Mal konkret mit dem Aufstieg auseinandersetzen.

Sie weichen aus.

Kämpf: Ich weiss nicht, ob dem EHCO in der NLA die Finanzierung gelingen würde.

Wir meinen die sportliche Substanz des Teams.

Kämpf: Olten hat das Potenzial, NLB-Meister zu werden.

Peter Rötheli, wie schätzen Sie den SCL sportlich ein?

Rötheli: Wenn die Langenthaler ihren Lauf haben, ist erneut der Titel möglich.

Könnten sich die Langenthaler aus Ihrer Sicht die NLA leisten?

Rötheli: Wenn der Aufstieg gelingen sollte, dann müsste es doch möglich sein, die NLA zu finanzieren. Langenthal hat mehr grosse Unternehmen, die einen engen Bezug zur Stadt haben als wir in Olten. Es wäre nicht gut, wenn die besten NLB-Teams nicht mehr die Chance haben, aufzusteigen und das Abenteuer NLA zu bestehen.

Wie wäre es eigentlich mit einer Aufstockung der NLA auf 14 Teams?

Rötheli: Wir begrüssen alles, was den Aufstieg erleichtert. Ich bin jetzt seit 13 Jahren dabei, aber den Gedanken an eine 14er-Liga darf man nicht einmal laut denken. Die Sache ist politisch völlig chancenlos. Die NLA hat die Stimmenmehrheit und lehnt bei den Ligaversammlungen jede Aufstiegserleichterung ab. Wir bringen nicht einmal den Heimvorteil für den NLB-Meister in der Ligaqualifikation durch.

Kämpf: Ich kann mit dem Gedanken einer 14er-Liga nichts anfangen. Wir haben in der Schweiz nicht das Potenzial für 14 NLA-Teams. Ich wäre sogar eher dafür, die obersten beiden Spielklassen auf je zehn Mannschaften zu beschränken.

Rötheli: Was ebenfalls völlig unrealistisch ist. Die NLA-Klubs werden niemals einer Reduktion zustimmen.

Kämpf: Der Graben zwischen den zwei Ligen darf einfach nicht zu gross werden. In den letzten Jahren haben die NLA-Klubs daran gearbeitet, diesen Graben grösser zu machen.

Ist der Modus mit dem Aufstieg über die Ligaqualifikation gegen den NLA-Playout-Verlierer noch zeitgemäss?

Rötheli: Die Frage ist eine andere: Ist er sportlich fair? Die Chancen des Unterklassigen sind nicht nur durch den Heimvorteil des Oberklassigen eingeschränkt.

Kämpf: Es ist ein Angsthasenmodus. Dabei zeigen die Beispiele Langnau und Rapperswil, dass ein Abstieg kein Unglück sein muss. Es ist möglich, nach einem Abstieg wirtschaftlich und sportlich stärker wieder in die NLA zurückzukehren.

Rötheli: Diese Angstmacherei vor dem Abstieg kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Im Sport kann man nicht immer gewinnen. Gerade im deutschen Fussball sehen wir, dass der Auf- und Abstieg die Leute so bewegt und ins Stadion lockt wie ein Titelkampf.

Wer zahlt eigentlich die höheren Löhne? Olten oder Langenthal?

Rötheli: Die Löhne der Topspieler sind in Langenthal höher, die der Ausländer sowieso.

Kämpf: Bei den Ausländern stimme ich zu. Bei den Schweizern nicht. Marco Truttmann spielt jedenfalls auch nicht einfach aus reiner Liebe beim EHCO.

Rötheli: Doch, doch! So wie jeder andere unserer Spieler auch.

Ist Marco Truttmann der teuerste Schweizer Spieler in der Oltner Hockeygeschichte?

Rötheli: Er hat einen guten Vertrag.

Ist er teurer als Stefan Tschannen in Langenthal?

Rötheli: Ich weiss es nicht. Wir hatten mit unserem Angebot an Tschannen jedenfalls keine Chance.

Kämpf: Dafür verdient Truttmann in Olten mehr, als wir ihm offerieren wollten.

Wir haben von aussen den Eindruck, dass Oltens Kultur emotional ist, Langenthal hingegen in allen Bereichen rationaler wirkt.

Rötheli: Wenn es um die Finanzen geht, sind wir in Olten ebenso rational wie die Langenthaler. Trotzdem täuscht Ihr Eindruck nicht. Der EHCO wird von emotionalen Menschen geführt. Unser Umfeld reagiert sogar sehr emotional. Wir haben in Olten auch kritischere und engagiertere Medien.

Kämpf: Ja, wir Langenthaler sind rationaler. Wir müssen sogar aufpassen, nicht plötzlich als allzu steril wahrgenommen zu werden.

Es ist zu ruhig in Langenthal.

Kämpf: Der Erfolg der vergangenen Jahre gibt uns recht. Wir setzen auf Kontinuität, werden aber von den Medien nicht so eng begleitet und so kritisch beurteilt wie Olten. Wir schafften unsere Sanierung intern mit Kernaktionären und weniger mit dramatischen Aktionen übers Publikum. Diese Rationalität zeigt sich bei uns auch auf dem Eis. Wir spielen mehr ein von Taktik geprägtes rationales Eishockey. Dies entspricht mehr unserer Unternehmenskultur.

Rötheli: Emotional und rational müssen sich nicht ausschliessen. Aber es ist so, dass wir einfach ein emotionaleres Umfeld haben.

Sie sagten vorhin, dass der EHCO auch intern emotional ist. Fliegen die Fetzen in Ihrem Büro?

Rötheli: Nein, nein. Aber wir bekennen uns bewusst zur Emotionalität, sei es unserer eigenen oder jener des Sportgeschäfts. Unser Präsident ist stärker im Tagesgeschäft involviert als Stephan Anliker beim SCL. Unser Präsident ist ja nicht auch noch Präsident eines Fussballklubs.

Wäre Peter Rötheli als Geschäftsführer in Langenthal denkbar?

Rötheli: Nein! Mein Herz hängt am EHC Olten. Ich könnte nicht mit der gleichen Leidenschaft in Langenthal arbeiten.

Und Gian Kämpf in Olten?

Kämpf: Ich würde dort wohl nicht lange überleben.

Rötheli: So schlimm ist es bei uns auch wieder nicht.

Kämpf: Ich bin zwar nicht in Langenthal aufgewachsen. Doch ich bin seit 14 Jahren mit dem SCL verbunden und habe den ganzen Aufbau von einem Amateurklub zu einem professionellen Hockeyunternehmen mitgemacht. Auch bei mir ist viel Herzblut dabei.

Einmal Olten, immer Olten, einmal Langenthal, immer Langenthal?

Kämpf: Wir könnten ja mal eine Woche tauschen, um das herauszufinden.

Rötheli: Es ist einfach so, dass unsere Arbeit nur mit viel Herzblut möglich ist. Man muss auch Fan sein.

Stellen wir uns vor, ein Spieler Ihres EHCO behauptet, ein konkretes Angebot aus Langenthal zu haben: Rufen Sie dann Gian Kämpf an und fragen ihn, ob das stimme?

Rötheli: Eher nicht, aber grundsätzlich müsste man es ja schon so machen, um die Preise herunterzubringen. Aber es geht um den sportlichen Wettkampf.

Und im umgekehrten Fall?

Kämpf: Wir suchen gar nicht die gleichen Schweizer Spieler, wir sind einander in diesem Bereich kaum je ins Gehege gekommen. Unser Vorteil ist, dass wir durch die Zusammenarbeit mit dem SCB, Langnau und Biel Zugriff auf Spieler aus den Nachwuchsorganisationen dieser Klubs haben. Zudem gelingt es uns immer wieder, Spieler aus unserem eigenen Nachwuchs in die erste Mannschaft zu integrieren.

Letzteres ist in Olten nicht möglich. Hat Olten den Nachwuchs vernachlässigt?

Rötheli: Wir können zurzeit tatsächlich keine eigenen Nachwuchsspieler in die erste Mannschaft einbauen. Das Problem ist erkannt. Mit dem Projekt «Nordwestschweiz» wollen wir einerseits die Jungen in den Kantonen der beiden Basel, Solothurn und Aargau fürs Eishockey gewinnen und andererseits in diesem Raum wieder Juniorenteams auf der höchsten Leistungsstufe etablieren. Derzeit sind wir aber noch nicht so weit. Junioren aus unserem Einzugsgebiet müssen derzeit ab einem gewissen Alter noch auswärts spielen, um richtig gefördert zu werden.

Kämpf: Wir nehmen unsere Nachwuchsspieler sehr früh unter Vertrag. Sie gehen dann zwar für eine noch gezieltere Ausbildung auf der höchsten Stufe oft nach Langnau, Biel oder Bern. Aber nur auf Leihbasis, und so bleibt die Ausbildungseinheit bei uns.

Wie viele Junioren hat Olten in seiner Nachwuchsorganisation und wie viel Geld wird investiert?

Rötheli: Es sind rund 140 Junioren. Die jährlichen Investitionen belaufen sich auf 400 000 bis 450 000 Franken.

Kämpf: Bei uns sind es mit Hockeyschule rund 300 und wir investieren eine Million in unseren Nachwuchs.

In Olten geht also nur halb so viel in den Nachwuchs wie in Langenthal.

Rötheli: Für halb so viele Spieler. Wir können aus der eigenen Nachwuchsabteilung nicht mehr wie früher Spieler in die erste Mannschaft integrieren. Mit dem Projekt «Nordwestschweiz» wollen wir dieses Problem nach und nach lösen. Aber das braucht Zeit.

Rechnen sich diese Investitionen in die Nachwuchsorganisation?

Kämpf: Wenn wir die jährlichen Investitionen mit den Ausbildungsentschädigungen in Relation setzen, dann rentiert sich die Nachwuchsarbeit nicht. Doch wir müssen weiter denken. Die Nachwuchsarbeit gehört zur DNA unseres Unternehmens. Wir haben viele Partner, die uns vor allem deshalb finanziell unterstützen, weil sie unsere Jugendarbeit als Mission betrachten. Für einige ist die Nachwuchsarbeit wichtiger als ein Meistertitel der ersten Mannschaft. Wir hätten wahrscheinlich viele Sponsoren nicht, wenn wir uns nicht so stark für den Nachwuchs engagieren würden.

Verdienen die NLB-Spieler zu viel?

Rötheli: Der Markt bestimmt den Preis. Es gibt Spieler, die zu viel und andere, die zu wenig verdienen. Aber die Entwicklung geht bei den Löhnen in eine heikle Richtung. Als ambitioniertes B-Team die Einnahmen entsprechend der steigenden Personalkosten zu steigern, wird immer schwieriger.

Kämpf: Wenn ich sehe, was unsere Spieler leisten, stimmt das Lohngefüge zwischen National League und Swiss League nicht. Der Aufwand ist in der zweithöchsten Liga fast gleich hoch. Deshalb sage ich: In der Swiss League verdienen die Spieler nicht zu viel.

Wie gross ist der Durchschnittslohn in der Swiss League?

Kämpf: Rund 60 000 Franken.

Rötheli: Ja, das dürfte stimmen.

Dann verdient Truttmann aber überdurchschnittlich viel.

Rötheli: Er kann auch mehr leisten als der Durchschnitt.

Kämpf: Wenn er motiviert und nicht verletzt ist.

Dann ist also Oltens teuerster Spieler Truttmann teurer als Tschannen, der bestverdienende Spieler in Langenthal.

Kämpf: Ja.

Rötheli: Nein.

Kämpf: Doch, es ist so, Sie wissen es ganz genau.

Rötheli: Nein, es ist nicht so.

Beim SCL gehen goldene Jahre zu Ende. Acht Jahre lang ist das Team von einer Linie getragen worden.

Kämpf: Ja, das ist so. Wir stehen vor einer Phase des Umbruches. Es wird wohl nie mehr eine solche Linie geben. Deshalb macht es wenig Sinn, Nachfolger von Jeff Campbell, Brent Kelly und Stefan Tschannen zu suchen. Wir bleiben wohl unserem Grundsatz treu, in Spitzenspieler zu investieren und ein eher rationelles Hockey zu spielen und dafür ein weniger breites Kader zu unterhalten.

Rötheli: Wir haben die Phase des Umbruches hinter uns und ich hoffe, dass die Automatismen nun gut funktionieren.

 

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