Waldgang: Leben im Gleichgewicht - das Ökosystem Wald

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Förster Peter Gruber als kompetenter Führer durch das Ökosystem Wald. hst

Auf dem Mätteli besammelten sich rund 40 Personen, um sich mit dem Bus zum Ausgangspunkt des diesjährigen Waldganges im Buchrain in Rothrist fahren zu lassen. Der Gang durch den Strengelbacher Wald führte mit Förster Peter Gruber ins Gebiet Langholz. Er wählte das Thema «Ökosystem Wald»: Gemeint ist eine Lebensgemeinschaft, die sich durch hohe Stabilität und Vielfalt auszeichnet. Als langlebiges Ökosystem ist der Wald zur Regulation fähig und enthält viel Biomasse. Die Standortfaktoren Klima, Boden, Kleinrelief und Exposition bestimmen die an jedem Wuchsort gegebenen ökologischen Bedingungen, auf die sich dort lebende Pflanzen und Tiere einstellen.

Forstbetrieb ein Erfolgsmodell
Am ersten Posten orientierte Lehrling Andreas Schöni über den im Jahr 2000 gegründeten Forstbetrieb Region Zofingen, dem Zofingen, Rothrist und Strengelbach angehören. Betriebsleiter ist Ernst Steiner, der demnächst in Pension geht. Förster Peter Gruber: «Der Betrieb ist ein eigentliches Erfolgsmodell.» Dann erreichten die Waldgängerinnen und Waldgänger die über 100-jährige «hölzige Liebi», eine zusammengewachsene Rotbuche. Da wurde der Lebenraum Altbaum mit seinen Nischen und Strukturen thematisiert.

Beim dritten Posten kam Förster Gruber auf den Sturm Burglind zu sprechen, der am 3. Januar dieses Jahres auch in der Region viele Streuschäden hinterliess. Auf den Sturm folgten Käferschäden. Der Buchdrucker – ein Borkenkäfer – vermehrte sich im heissen und trockenen Sommer massenhaft mit über drei Generationen.

Als Förster könne man die Entwicklung des Waldes beeinflussen, meinte Gruber zum Thema naturnaher Waldbau. Man suche standortgerechte Baumsorten aus und strebe eine Vielfalt an, versuche das Gleichgewicht Wald und Wild zu halten. Zum Ökosystem Wald meinte der Förster, dass der Wald Schutz, saubere Luft und gutes Wasser biete. Er erklärte die Begriffe Konsumenten (Menschen und Tiere) und Reduzenten (Zersetzer wie Bakterien) – diese müssen in einem funktionierenden Ökosystem im Gleichgewicht sein. Am letzten Posten ging es um die Leistung der Aargauer Forstbetriebe und die vielfältigen hoheitlichen und betrieblichen Aufgaben eines Försters. Schliesslich kamen die Waldgängerinnen und Waldgänger zum Zvieri-Platz beim Strengelbacher Waldhaus. Dort gab es zum Abschluss eine Dia-Show über den Sturm Burglind zu sehen. Schliesslich genossen die Besucherinnen und Besucher einen stärkenden Imbiss mit Schübligen, Kartoffelstock und Russenzopf.

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