100-jähriges Jubiläum: Vom Verein zur Kirchgemeinde

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Freude herrscht: Heinz Lüscher (links) und René Maurer von der Reformierten Kirche Beinwil am See überbrachten ein grossformatiges Jesusbild zum 100-Jahr-Jubiläum der Reformierten Kirche Reiden und Umgebung.
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Festlogo als Vorlage: Mit Glück den Nagel am richtigen Ort und gewinnen.
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Kirchenvorstands-Präsident Jürg Wermelinger richtete ein Willkommensgruss an die zahlreich erschienenen Zuhörer.

Heute ist es selbstverständlich, dass in Reiden neben den Katholiken auch die Reformierten ihre Kirche haben. Dass dies nicht immer so war, zeigt ein Blick in die Geschichte der Reformierten Kirchgemeinde Reiden und Umgebung. Heute zählt die jubilierende Gemeinde rund 2000 Mitglieder.

Kirchenvorstands-Präsident Jürg Wermelinger verglich sie in seinem Willkommensgruss mit einem stattlichen Baum, der in den vergangenen 100 Jahren Wurzeln geschlagen hat. Aus einem kleinen Samen sei ein Baum herangewachsen, der die Gemeinden Langnau, Richenthal, Pfaffnau, Roggliswil, St. Urban, Wikon und Reiden wesentlich präge, sagte Wermelinger. So erstaunt es auch nicht, dass das reformierte Gotteshaus in Reiden nicht mehr am Rande des Dorfes steht, sondern im Dorfkern. Eine der grössten Veränderung im Laufe der Zeit, so der Kirchenpräsident, der auch als OK-Vize-Chef des Jubiläumsfestes fungierte, sei, dass heutzutage die Leute unterschiedlichsten Konfessionen angehörten. Und all diese Menschen hätten verschiedene Wünsche und Erwartungen an die Kirche. «Um diesen gerecht zu werden, ist es wichtig, dass wir offen aufeinander zugehen und im Dialog bleiben.» Es sei einer kleinen, optimistischen Gruppe Reformierter zu verdanken, dass sie sich 1918 zusammenschlossen und sich als protestantischen Verein organisierten. Denn der Verein habe den Grundstein zur heutigen Reformierten Kirchgemeinde gelegt. 20 Jahre später baute man die Kirche. Bis 1966 teilte sich Reiden einen Pfarrer mit der Kirchgemeinde Dagmersellen. In den 1980er Jahren sei vor allem Pfarrer Fritz Leuenberger die treibende Kraft gewesen, der vermehrt den Kontakt zum katholischen Pfarrer suchte. So war der Weg für die späteren ökumenischen Schulgottesdienste bei Daniel Hubacher geebnet worden. Am Freitagabend stand die Geschichte der Kirchgemeinde im Vordergrund. Ein Höhepunkt war unter anderem die Präsentation der Jubiläumsschrift von Heinz Kägi. Der 68-jährige pensionierte Lehrer hat im Auftrag der Kirchgemeinde die 100-jährige Geschichte zusammengefasst. Im Jubiläumsbuch schildert Kägi spannende Details «vom Protestantenverein bis zur staatlichen Anerkennung der Kirchgemeinden».

Ein weiterer Höhepunkt war der Filmausschnitt, den Urs Siegrist, Konservator des Museums Zofingen, zeigte: Rund 700 Schulkinder aus den Gemeinden Reiden, Wikon und Langnau strahlten beim Glockenaufzug anno 1938 um die Wette. Unter Aufsicht ihrer Lehrer zogen die Kinder sichtlich stolz am Seil. Die Mädchen trugen allesamt noch Zöpfe.

Vielfältiges Programm
Am Samstag verwandelte sich der Kirchenplatz zu einem Spielplatz. Für einmal tobten sich Buben und Mädchen nicht auf der Hüpfburg aus, sondern auf der luftgefüllten Hüpfkirche. Weiter durften sie Bilder malen, Buttons basteln oder selber bemalen, auch das Nageln um ein Goldvreneli stiess auf grossen Anklang. In einem siebenteiligen Spektakel mit Projektionen wurde die Schöpfungsgeschichte erzählt. Dabei brachten unter anderem Eric Nünlist und Sylvia Stampfli auch die Kirchglocken zum Klingen.

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Der ehemalige Lehrer Heinz Kägi (Willisau) präsentiert die Jubiläumsschrift.
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Barbara Ingold Becker überreicht Konservator Urs Siegrist ein Präsent.
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