Denkmäler der Stadt werden seit Anfang Jahr erforscht – daraus soll ein Buch entstehen

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Industrie- und Bahnbauten finden ebenso Eingang in den Kunstdenkmälerband wie hier die SBB-Reparaturwerkstätten an der Gösgerstrasse (Bild: Kantonale Denkmalpflege Solothurn 2018)
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Architekt Hans Zaugg schuf 1968-1972 bei der zweiten Erweiterung des Friedhofs Meisenhard eine aussergewöhnliche Anlage. (Bild: Kantonale Denkmalpflege Solothurn 2018)
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Nicht nur die Bauten der Oltner Altstadt, sondern auch wichtige Werke des 20. Jahrhundert wie das Schwimmbad Schützenmatte unten links auf dem Bild (Bild: VBS 2015)

Der neue, nunmehr fünfte Kunstdenkmälerband zum Kanton Solothurn widmet sich der Stadt Olten. Er bezieht das gesamte Gemeindegebiet mit ein und berücksichtigt dessen bauliche Entwicklung von der Spätantike bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Erfasst wird eine repräsentative Auswahl architektur- und kulturgeschichtlich bedeutender sowie typologisch unterschiedlicher Bauten mit ihren Ausstattungen.

 

Die Spannweite reicht von klassischen Objekten wie Kirchen, Kapellen und Klöster, Wohnhäusern oder Kultur- und Bildungsbauten bis zu Gewerbe-, Industrie- und Technikbauten. Eine Arbeitersiedlung kann ebenso ihren Platz finden wie eine klassizistische Villa oder ein landwirtschaftliches Gehöft.

Das Projekt wird im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft vom Kanton und von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte getragen sowie vom Bund unterstützt. Die Ergebnisse werden Anfang 2026 in der Buchreihe «Die Kunstdenkmäler der Schweiz» von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte publiziert.

Für die Erarbeitung des Kunstdenkmäler-Inventars besichtigen der Kunsthistoriker Benno Mutter und die Kunsthistorikerin Christine Zürcher ausgewählte Bauwerke und nach Möglichkeit ihre Innenausstattungen. Sie dokumentieren diese mittels Arbeitsfotos und Notizen, veranlassen Planaufnahmen und werten Schriftquellen, historische Pläne und Fotografien in öffentlichen und privaten Archiven aus.

Die daraus gewonnenen baugeschichtlichen Erkenntnisse verarbeiten sie unter Einbezug von Fachliteratur zu wissenschaftlich fundierten Texten. In diesen zeichnen sie die Baugeschichte der untersuchten Gebäude nach, beschreiben deren heutigen Zustand und beurteilen sie aus architektur- und kunsthistorischer Sicht. (sks)

Veranstaltung

Kunsthistoriker Benno Mutter und Kunsthistorikerin Christine Zürcher stellen ihre Arbeit am Montag, 17. September, der Bevölkerung vor.

Die öffentliche Veranstaltung mit einer Kurzführung findet im Parlamentssaal im Oltner Stadthaus statt und beginnt im 18.15 Uhr.

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