Strassenbau-Projekte: Pro Jahr über 50 Millionen Franken

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Die Strassenbauprojekte des Kantons sind je nach Priorität in die Töpfe A bis C eingeteilt. (André Widmer/ARCHIV)

Der budgetlose Zustand und der damit verbundene zeitweilige Ausgabenstopp haben letztes Jahr im Kanton Luzern dazu geführt, dass diverse Strassenbauprojekte des Kantons nicht geplant oder realisiert werden konnten. Deshalb ist das entsprechende Jahresbudget nicht ausgeschöpft worden – auch 2018 dürfte dies der Fall sein, wie es in der Botschaft des Regierungsrates an den Luzerner Kantonsrat heisst. Per Ende 2018 erwartet der Kanton nun einen Kreditübertrag in der Höhe von stattlichen 50 Millionen Franken. Was das vorangehende Bauprogramm 2015 bis 2018 betrifft, sind Ende dieses Jahres ein Dutzend Projekte im Bau, 69 Vorhaben sind in der Projektbearbeitung und 50 weitere noch nicht bearbeitet.

Im neuen Bauprogramm für Kantonsstrassenprojekte werden in den Jahren 2019 bis 2022 jährlich zwischen 54,77 und 58,73 Millionen Franken Ausgaben budgetiert – für den Topf A. In diesem befinden sich jene Vorhaben, die konkret geplant oder gebaut werden sollen. Hier sind beispielsweise das Projekt der Anpassung bestehender Bushaltestellen in Dagmersellen (Kantonsbeitrag: 500 000 Franken, Realisierung: 2021) oder erste Kosten für den Strassenausbau des Abschnittes Industrie Schöneich bis zum Anschluss K42 im Raum Pfaffnau aufgelistet. Letzteres Vorhaben wird vom Topf B in den Topf A mit höherer Priorität verschoben.

Lärmschutz kommt voran

Der Knoten Gäuerhof bei der Kantonsstrasse zwischen Dagmersellen und Altishofen befindet sich zwar im Plan für 2019, ist aber ein Bauvorhaben des Bundes (Astra). Im Topf B sind auch Radverkehrsanlagen in Reiden für den Bereich zwischen Sonnenkreisel und der Einmündung Industriestrasse; Rad- und Gehweg mit Teilausbau Strasse im Raum Richenthal/Langnau und das Erstellen eines Rad- und Gehwegs bei der K42 in Koordination mit der Strassensanierung im Raum Altbüron/Pfaffnau eingeteilt. Sogar von Topf C in Topf A verlegt werden soll das Vorhaben einer Eingangspforte in Schlierbach (Seite Büron); diese will der Kanton im Jahre 2021 realisieren lassen. 87 neue Projekte erfüllen die Kriterien zur Aufnahme ins Bauprogramm. Auch wenn die Abschnitte im Flecken Beromünster, am Schlossberg in Luzern und Autobahnanschluss Emmen-Nord noch der Realisierung harren: Der Lärmschutz kommt im Kanton Luzern vom Fleck. 48 Millionen Franken werden bis Ende dieses Jahres bereits ausgegeben sein. Insgesamt sind 73 Prozent der Kantonsstrassen lärmtechnisch saniert, weitere 25 Prozent stehen kurz vor der Fertigstellung, wie es im Bericht des Regierungsrates heisst. Dem Lärm wird entweder mit gesonderten Massnahmen oder im Rahmen von Strassenbauprojekten der «Garaus» gemacht. Ginge es nach der Lärmschutzverordnung des Bundes, wäre die Frist zur Realisierung dieser Vorhaben am heurigen 31. März abgelaufen. Dennoch wird sich der Bund noch bis Ende 2022 an den Kosten der Lärmsanierungen beteiligen.

20% mehr motorisierter Verkehr

Was das vorangehende Bauprogramm 2015 bis 2018 betrifft, sind Ende dieses Jahres ein Dutzend Projekte im Bau, 69 Vorhaben sind in der Projektbearbeitung und 50 weitere noch nicht bearbeitet. Der Kanton Luzern ist sich der Zunahme des Verkehrs natürlich bewusst. «Die Mobilität hat sich in den letzten Jahren stark verändert und wird sich in Zukunft weiterentwickeln. Für den motorisierten Individualverkehr (MIV) wird für die nächsten 20 Jahre eine Zunahme von 20 Prozent und für den öffentlichen Verkehr sogar eine Zunahme von bis zu 40 Prozent prognostiziert», erklärt der Luzerner Regierungsrat im Bericht. Anträge und Vorhaben würden in einer Wirkungsanalyse, dann nach Kosten und Nutzen beurteilt.

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