Der STV Roggliswil gewinnt in Burgdorf den Schweizer-Meister-Titel am Barren

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Gross war der Jubel bei den Barrenturnern des STV Roggliswil nach ihrem Coup in Burgdorf. (Bild und Video: Claudia Luternauer)

Lautes Kreischen, Jubeln und viele Umarmungen waren die Reaktionen der überwältigenden Barrenturner und ihren Fans, als die Worte des Speakers «Schweizer Meister mit der Note von 9,80: STV Roggliswil» zu hören waren. Endlich war der jahrelange Fluch des undankbaren vierten Ranges gebrochen und die Luzerner durften in Burgdorf zum ersten Mal in der Geschichte an den Schweizer Meisterschaften im Vereinsturnen das Podest besteigen.

Zuerst stand in Burgdorf das Roggliswiler Gymnastikteam im Einsatz. Den 27 Turnerinnen und Turner machte die eigene Nervosität einen Strich durch die Rechnung. Sie konnten ihr Programm nicht so präsentieren, wie es ihnen zwei Wochen zuvor beim Rothrister Cup zum Sieg verholfen hatte. Der STV Roggliswil verpasste den Einzug in den Final mit der dennoch sehr guten Note von 9,53 auf dem vierten Rang und war entsprechend enttäuscht.

Synchron und fehlerfrei
Dank den Roggliswiler Barrenturnern war dieser Dämpfer schnell vergessen. Mit der grandiosen Note von 9,75 hatte das 20-köpfige Barrenteam am Samstag den Finaleinzug als Qualifikationssieger geschafft. Schon dies alleine war eine Sensation, die es noch nie gab. Die Roggliswiler hatten einen absolut synchronen und fehlerfreien Auftritt präsentiert und sich so die Chance erarbeitet, endlich das Treppchen besteigen zu dürfen.

Bei der energiegeladenen Finalvorführung am Sonntag war mit der lautstarken Unterstützung der Zuschauer Gänsehautstimmung angesagt. Die Nerven blieben stark und die Roggliswiler Barrenturner gaben alles – sogar bis hin zu Verletzungen. Voller Hoffnung warteten dann an der Siegerehrung alle auf den ersehnten Podestplatz.

Versprechen gehalten
Es kam noch besser: Der STV Roggliswil wurde als Barren-Schweizer-Meister ausgezeichnet. Da war es Nebensache, dass die Luzerner den ersten Platz mit dem TV Wetzikon teilen mussten. Ihr anfängliches Versprechen vor ihrem Auftritt – «före Rossi» (Eugen Purtschert) – haben sie gehalten und so konnte er mit erhobenem Haupte sein allerletztes Barrenparkett verlassen.

Nach einem spontanen Vereinsempfang bei den Ehrenmitglieder Geiser feierten die Athleten des STV Roggliswil diesen Erfolg noch bis spät in die Nacht.

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