Aargauer Kantischüler gewinnt Informatik-Bronze in Japan

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Nicola Camenisch aus Wettingen gewinnt bereits zum zweiten Mal Informatik-Bronze (Bild: Benjamin Schmid)

Die weltweit besten Nachwuchsprogrammierer kämpften in Japan in einer vollgepackten Halle um die begehrten Olympiade-Medaillen. Für die Schweiz traten vier Mittelschüler an: Nicolas Camenisch von der Kantonsschule Wettingen, Bibin Muttappillil vom Gymnasium Oberwil (BL), Elias Boschung vom Collège St. Michel (FR) sowie Valentin Imbach vom Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Gymnasium Rämibühl (ZH). Die vier Junginformatiker gewannen im April 2018 die Schweizer Informatik-Olympiade und qualifizierten sich so für den internationalen Wettbewerb.

Mit Platz 147 von 335 schnitt Nicolas Camenisch in Japan am besten ab und sicherte sich so eine Bronzmedaille – genau wie im Jahr zuvor im Iran. Im Gespräch mit Bejamin Schmid, einem Begleiter vom Swiss Olympiad in Informatics Team, zeigt sich Camenisch zufrieden mit seiner Leistung: "Ich habe bewiesen, dass ich keine Eintagsfliege bin." Seine Schweizer Mitstreiter belegten die Plätze 191 (Muttappillil), 296 (Boschung) und 233 (Imbach). Im männerdominierten Gesamtranking belegten Jugendliche aus China, den USA, Georgien, Belarus, Japan, der Türkei und Vietnam die ersten zehn Ränge. Die bestplatzierte Frau (Platz 72) ist Ava Pun aus Kanada, sie errang somit eine Silbermedaille.

Analyse, Kreativität und Programmierhandwerk
Der Wettbewerb bestand aus zwei Prüfungstagen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten für sechs vorgegebene Probleme Algorithmen entwickelten und programmieren. So schrieben sie beispielsweise ein Programm, das möglichst rasch eine geheime Tastenabfolge auf einem Spielcontroller herausfindet. Oder sie setzten einen Algorithmus um, der bestimmte Sitzordnungen berechnen kann. Gefragt sind bei solchen Aufgaben analytisches und kreatives Denken. In einem zweiten Schritt erfolgt die praktische Umsetzung, sprich das Programmieren der Lösung in einer bestimmten Codiersprache. 

Algorithmen stecken heute quasi in jedem Gerät. Jugendliche, die bei der Informatik-Olympiade mitmachen, lernen, wie Algorithmen funktionieren – und wie man sie einsetzen kann, um Computer oder Smartphones nützlich und effizient zu machen.

Internationale Informatik-Olympiade (IOI)
Die IOI ist ein Wettbewerb für junge Programmiererinnen und Programmierer. Die Olympiade will begabte und interessierte Jugendliche herausfordern und ermutigen. Gefördert wird auch der internationale Austausch. Die 87 Teilnehmerländer stellen je ein Team von maximal 4 Jugendlichen unter 20 Jahren. Diese Teams wurden zuvor bei der nationalen Olympiade selektioniert.

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