Nach Abriss-Stop: Nun wird die Alte Schmitte flott gemacht

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Rund um die alte Schmitte an der Safenwiler Köllikerstrasse sind Aufräum- und Abbrucharbeiten im Gang. (Bild: Emiliana Salvisberg)
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(Bild: Emiliana Salvisberg)

Der Bagger ist an der Safenwil Köllikerstrasse aufgefahren. Rund um die alte Schmitte räumen Arbeiter Bauschutt, Dreck und Abfall weg. Eineinhalb Jahre lang tat sich rund um die Liegenschaft an der Kantonsstrasse gar nichts. Das Gebäude verlotterte zusehends. Ein Verbotsschild warnte Neugierige vor dem Betreten der Baustelle.

Der Grund des Stillstands war ein Abriss- und Baustopp, der im April 2017 verhängt wurde. Am zweiten Tag nachdem der Rückbau angefangen hatte, war schon Schluss. Dies weil beim Schopf mehr abgebrochen wurde als bewilligt. Obwohl der Stopp nur für den Schopf galt, liess der Eigentümer alles stehen und liegen wie es war. Mit dem geplanten Umbau am Haupthaus hätte er weitermachen können, doch er wartet zu.

Seit dieser Woche geht es nun vorwärts. Erleichtert ist Gemeindeammann Daniel Zünd. «Rund um die alte Schmitte sah es wirklich unansehnlich aus.» Dies, obwohl der Safenwiler Gemeinderat den Bauherrn, einen privaten Investor aus Reinach, einige Male schriftlich und mündlich gebeten hatte, das Areal aufzuräumen und zu sichern. Im Dezember 2017 fand das letzte Gespräch statt. Erfolglos. Der Bauschutt wie auch ein schrottreifes Auto standen nach wie vor an Ort und Stelle (wir berichteten). Rechtliche Schritte waren für die Gemeinde keine Option. «Es ist Sache des Bauherrn, das Areal zu räumen», betont Gemeindeammann Daniel Zünd.

Der Bauherr hat diesen August nun ein Baugesuch für den Abbruch des Schopfes sowie den nachträglichen Anbau eines Treppenhauses an das Gebäude eingereicht. Einwendungen gab es gemäss Bauverwalter Markus Bühler. Diese konnten jedoch ohne eine Verhandlung abgewickelt werden. Die Anmerkungen wurden in den Bauauflagen festgehalten. Unter anderem, dass der Grenzstein instand gestellt wird und der Bauherr nicht über sein Grundstück hinaus Land bewirtschaften darf. «Wir sind erleichtert, dass es rund um die alte Schmitte bald ordentlich aussieht», sagt Daniel Zünd. Zwei geplante Liegenschaftsprojekte an der Köllikerstrasse haben den Gemeindeammann in den letzten Jahren auf Trab gehalten.

Doch der Reihe nach. Im Untergeschoss des Hauptgebäudes der alten Schmitte war Huf-, Pflug- und Wagenschmied Hans Hunn bis zu seiner Pensionierung am Werk. Seit geraumer Zeit erinnert im Gebäude aber nichts mehr an das Handwerk. Nach Hunns Tod im Jahr 2005 war die Liegenschaft jahrelang vermietet. Seit sechs Jahren gehört die Parzelle einem privaten Investor aus Reinach. Dieser hatte zwar ein erstes Bauprojekt mit mehreren Wohnhäusern. Doch sein 2016 eingereichtes Baugesuch scheiterte unter anderem an Einwendungen. Der neue Eigentümer wartete ab, denn da war noch die Ungewissheit, ob auf dem Grundstück vis-à-vis ein Asylcontainerdorf entsteht. Das Departement Gesundheit und Soziales plante mit der Swiss Rental Domizil AG 75 Containereinheiten mit rund 90 Betten aufzustellen. Der Kanton zog sich im Juni 2016 aus dem Projekt zurück und die Swiss Rental Domizil AG ist seit Anfang 2018 aufgelöst.

Elf Parkplätze
Zurück auf die andere Seite der Köllikerstrasse. Hier hat der «Schmitte»-Besitzer Anfang Februar 2017 ein neues Baugesuch eingereicht. Für den Umbau des bestehenden Wohnhauses sowie den Abriss des Nebenhauses gab es grünes Licht. Mit dem Abbruch wurde angefangen und nach der verfügten Unterbrechung geschah die letzten eineinhalb Jahre nichts mehr.

Seit ein paar Tagen rumort es an der Köllikerstrasse. Der Schutthaufen, der an das Nebenhaus erinnerte, ist abgetragen. Der Vorplatz neben dem Haupthaus ist gesäubert und das schrottreife Auto abtransportiert. Auf einem Teil der 2542 m² grossen Parzelle planiert der Bagger den Untergrund. Hier können die Baugerätschaften und später Autos parkiert werden. Insgesamt elf Parkplätze gibt es. Was für ein Bauprojekt der Investor auf dem restlichen Land einst verwirklichen will, ist der Gemeinde noch nicht bekannt. Fest steht, dass der Dachstock des bestehenden Wohnhauses etwas höher und die Fassade angeglichen wird. Ist der Umbau mit den zwei Wohnungen fertig, erstrahlt die alte Schmitte in neuem Glanz.

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