Hochstehende Bildung im grossen Naherholungsgebiet

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Die Waldgänger staunen ob der Klettereinlage von Patrik Gyger. Der Baumkletterspezialist zeigt, wie er eine Douglasie kürzt.
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Markus Bürki vermittelte viel Wissen. LSt

Der Förster von Murgenthal und Umgebung, Markus Bürki, und sein Team organisieren alle zwei Jahre einen Waldgang für die Einwohner von Murgenthal und Roggwil. Sie verfolgen das Ziel, dass die Bevölkerung für die Themen und Probleme des Waldes sensibilisiert wird und auch wieder öfters im Wald unterwegs ist. Am diesjährigen Rundgang, welcher letzten Samstag stattfand, folgten ungefähr 50 Personen jedes Alters dem Aufruf. Sie wanderten in Begleitung des Försters durch den Wald, lernten viel Neues und liessen den Tag anschliessend mit einer Grillwurst und Getränken ausklingen.

Grosse Fläche, viele Vorteile
Von der gesamten Fläche des Kantons Aargau sind rund 35 Prozent bewaldet. Auf dieser Fläche bietet er rund 3700 Kilometer Waldwege und 1000 Feuerstellen. Damit die Besucher des Rundgangs mehr darüber erfahren, was alles in ihrem Wald passiert, durften sie an mehreren Posten kleine Demonstrationen erleben. Die Jagdgesellschaft informierte dabei über Wildunfälle und zeigte, wie sie mit Hunden verletzte Tiere aufspürt. Dazu appellierten die Jäger auch an die Autofahrer, denn viele Wildunfälle werden nicht gemeldet und dadurch leidet das Tier viel länger. An einem weiteren Posten zeigte Baumkletterspezialist Patrik Gyger, wie ein grosser Baum getrimmt wird und welche Utensilien er dafür benötigt.

An den praktischen Posten berichtete Markus Bürki von wenig bekannten Fakten über den Wald. Während es allgemein bekannt ist, dass der Wald die Luft und das Wasser filtert, ist vielen nicht bewusst, in welchem Ausmass er das tut. Viele äusserten sich erstaunt, dass eine 100-jährige Buche an einem Tag bis zu 18 Kilogramm Kohlenstoffdioxid verwertet und daraus 13 Kilogramm Sauerstoff und 12 Kilogramm Traubenzucker produziert. Ebenfalls weniger bekannt ist die Bedeutung von Totholz. Es bietet unzähligen Tierarten Nahrung, Unterschlupf und Lebensraum. Deshalb, so erfuhren die Besucher, sei es auch gut, im eigenen Garten einen Asthaufen oder Ähnliches zu errichten.

Die Motivation für Markus Bürki ist vor allem, die Menschen auf die Probleme des Waldes aufmerksam zu machen und ihnen zu zeigen, wie wertvoll er ist. Er erzählte: «Ich war einmal mit einer Gruppe von Kindergärtlern hier, von denen einige berichteten, sie seien noch nie im Wald gewesen. Ich konnte das kaum glauben, die sind schliesslich schon sechs Jahre alt.» Für ihn ist es auch wichtig, dass mit Stammtischmeinungen aufgeräumt werden kann. Jeder sollte den Wald schätzen, als das, was er ist: als einen riesigen Lebensraum, einen Schutz für die Bevölkerung und ein Naherholungsgebiet für jedermann.

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