Untere Vorstadt: Ein Terrain für gute Architektur

200918_reg_stadteingang_bkr.jpg
Die Untere Vorstadt ist ein Schlüsselgelände für die weitere Entwicklung der Stadt und zugleich ein zu sanierender Verkehrsknotenpunkt. bkr

Eigentlich finden die Zofinger Sozialdemokraten den Gestaltungsplan «Untere Vorstadt» gut. So schreibt ihre Einwohnerratsfraktion in der Begründung zu einem Postulat: «Mit dem Beschluss, die Untere Vorstadt als städtebauliches Entwicklungsgebiet aktiv zu bewirtschaften, hat der Stadtrat eine wichtige strategische Aufgabe wahrgenommen.» Auch wenn die SP «keine generellen Einwände gegen das Projekt hat» – das eine oder andere Haar in der Suppe wird gefunden. So etwa im Bereich Bauökologie. Da will sich die SP nicht mit dem Minergie-Standard begnügen, sondern strebt die 2000-Watt-Gesellschaft an – möchte zudem Bauten, die komplett aus Holz aus den umliegenden Wäldern bestehen.

Schärfen möchte die SP das Anforderungsprofil für mögliche Investoren. «Zofingen würde es gut anstehen, einen Investor zu suchen, der nicht rein kommerziell ausgerichtet ist.» Gedacht wird unter anderem an eine Genossenschaft oder die Ortsbürgergemeinde.

Konkrete Forderungen – nur Holzbauten zu erlauben oder eine Genossenschaft zu bevorzugen – fehlen im Postulat. Die Fraktion will, dass die genannten Punkte geprüft werden und der Stadtrat Bericht erstattet.

Was antwortet die angesprochene Behörde? Sie geht sehr detailliert auf die angesprochenen Punkte ein und kommt dann zum Schluss: «Viele der von den Postulierenden geforderten Zielsetzungen decken sich mit denjenigen des Stadtrates. Einige andere lassen sich aber aufgrund des bereits fortgeschrittenen Projektstandes nicht realisieren oder engen die Möglichkeiten für eine erfolgreiche Umsetzung der Überbauung allzu stark ein. Der Stadtrat beantragt daher die Abweisung des Postulats.»

Gegen den letzten Satz – die Abweisung – opponierte Michael Wacker (SP) bei der Behandlung des Postulats im Einwohnerrat. Er sagte: «Der Studienwettbewerb für die Untere Vorstadt hat 2008 stattgefunden. Seither hat es im Energiebereich und in jenem der Mobilität enorme Entwicklungen gegeben.» Es gehe nicht an, 2018 einen Plan der «Altvordern» umzusetzen.

Marco Arni (GLP) findet es richtig, dass man bei einem so grossen Projekt genau hinsieht. Was für ihn am Postulat nicht stimmt, ist, dass es zwar Anregungen liefert und eine Berichterstattung fordert, aber keine konkreten Massnahmen verlangt. Man hätte dafür einen anderen parlamentarischen Weg wählen müssen. Dies sah auch die Mehrheit des Einwohnerrats so und lehnte das Postulat mit 21 zu 14 Stimmen bei 2 Enthaltungen ab.

Wie ist der Stand der Dinge?
Zum Verfahrensstand führt der Stadtrat aus: «Der Gestaltungsplan ist zurzeit durch drei Einwendungen blockiert.» Der Stadtrat führe mit den Einwendern Gespräche. Er strebe eine einvernehmliche Lösung an. Allenfalls seien gestützt auf die Gespräche Anpassungen am Gestaltungsplan vorzunehmen.

Ihr Eintrag wird nach einer Überprüfung online gestellt.
Keine Kommentare vorhanden
Heute auf zofingertagblatt.ch
Frage des Tages
Marktplatz
regiostellen.ch
Genossenschaft Regiomech
Köchin/Koch, 4528 Zuchwil, Mitarbeiter, Zuchwil
Stiftung Blumenfeld
Mitarbeit Lingerie 40%, 4528 Zuchwil, Mitarbeiter, Zuchwil
Karl Anliker AG
Polymechaniker/in 100%, 3360 Herzogenbuchsee, Mitarbeiter, Herzogenbuchsee
BF architekten sursee ag
Erfahrene/r Bauleiter/in, 6210 Sursee, Mitarbeiter,
Suche 1 Koch oder Köchin, Mitarbeiter,
Roth Treuhand GmbH
Buchhalterin, 4552 Derendingen, Mitarbeiter, Derendingen
regioimmo.ch
Abo-Service

Normal-Abo (e-Paper/Digital inkl.)

Schnupper-Abo / Probe-Abo

Digital-Abo

Leserangebote
Regio4Fun
Erhaben. Musik von Johann Rosenmüller
Partner