Zu brisant? SP will Stimmenverhältnis nach Wahl Wermuth gegen Feri geheim halten

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Cédric Wermuth und Yvonne Feri wollen beide für den Ständerat kandidieren. (Bild: Keystone, Montage: AZ)

Die Spannung steigt und die Anspannung in der SP mit. Das Duell zwischen den beiden Aargauer Nationalräten Cédric Wermuth und Yvonne Feri um die Ständeratsnomination wird heute Abend am ausserordentlichen Parteitag in Aarau entschieden.

Parteipräsidentin Gabriela Suter erwartet von den SP-Delegierten, dass «die Ausmarchung fair abläuft». Wie Suter gegenüber der AZ am Dienstag sagte, wird nach der Abstimmung nicht bekannt gegeben, wer wieviele Stimmen geholt hat. Das sei «irrelevant». Es wird nur kommuniziert, wer nominiert wurde. Suter erwartet, dass die Partei «nach dem Entscheid geschlossen hinter der Kandidatur steht».

Damit will die Parteileitung offenbar verhindern, dass der oder die Unterlegene bei einem sehr deutlichen Ergebnis das Gesicht verliert. Intern gilt Wermuth als Favorit; ihm wird die grössere Mobilisierungskraft attestiert. Feri dagegen hat den Frauentrumpf in der Hand; ihr wird zudem eher zugetraut, bei den Ständeratswahlen mehr Stimmen ausserhalb der SP zu holen.

Wermuth kritisiert Feri in der Frauenfrage
Das Duell Wermuth gegen Feri hat im Vorfeld Spuren hinterlassen. Eine «Zerrissenheit» in der Partei haben vor allem Frauen festgestellt. Im Schlussspurt hat sich der Ton nochmals verschärft. Im «Tages Anzeiger» greift Wermuth heute seine Kontrahentin direkt an und kehrt das Frauenargument um. «Man kann nicht für feministische Anliegen einstehen wollen und gleichzeitig eine Erhöhung des Armeebudgets für Luftwaffenrüstung in diesem Ausmasse befürworten, wie Feri das macht. Das ist ein Bollwerk des Patriarchats», wird Wermuth zitiert.

«Wie bitte?», kontert Feri im gleichen Tagi-Artikel. Sie setze sich seit zwanzig Jahren für Gleichstellungsanliegen ein. Die Frauenfrage sei zentral bei dieser Nomination.

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