In Attelwil wurde um die klubinterne «Schwingerkrone» des SK Aarau gekämpft

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Neuer Rekord und einmalig für einen Schwingklub Aarau im Kanton: Unglaubliche 169 Zweige erkämpften die Jungschwinger in der abgelaufenen Saison, die sie vor dem Abschlussschwingen in Attelwil im Sägemehlring präsentierten (zvg).
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Stephan Studinger drückt Kaj Hügli im Schlussgang ins Sägemehl.
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Der im Schlussgang unterlege Attelwiler Kaj Hügli und Adrian Reinhard nehmen den strahlenden Sieger Stephan Studinger auf die Schultern.

Insgesamt fand der Schwinganlass bereits zum zehnten Mal statt, ein kleines Jubiläum also. Für das Klubschwinget räumte die Familie Reinhard das Fahrzeugmagazin, stellte Tische und Bänke auf. Der Duft gegrillter Bratwürste lockte Besucher zusätzlich an – eine Klubmeisterschaft mit Plauschcharakter? Aktive und Jungschwinger sahen das ganz anders. Mitunter ging es kräftig zur Sache. Seinem Kollegen wollte man schliesslich zeigen, dass man zum Saisonende noch gut in Form ist, und seinen Kontrahenten lieber im Sägemehl liegen sieht als sich selbst. Für Jungschwinger war der Anlass besonders wichtig, um die interne Reihenfolge festzustellen. Vier Kategorien kämpften um den Schlussgang, mehrere Jahrgänge bei den Jungschwingern zusammengefasst. Die Jüngeren erhielten Bonuspunkte. Insgesamt stiegen 12 Aktive und 30 Jungschwinger in den Ring, jeder gegen jeden in seiner Kategorie. Gastgeberin Käthi Reinhard schickte drei Söhne in den Sägemehlring. Der 13- jährige Roman und jüngste der Brüder  bestand die Bewährungsprobe. Adrian (20) und Pirmin (17) belegten Rang vier und fünf bei den Aktiven, Reto (19) schwang nicht mit.

Langer Schlussgang

Den Schlussgang bei den Aktiven hätte man mit «Jung gegen Alt» betiteln können. Der 21-jährige Kaj Hügli aus dem gastgebenden Attelwil lieferte lange einen ausgeglichen geführten Kampf. Wie so oft kommt im Schwingen das Ende unvermittelt. Der wettkampferfahrene Stephan Studinger (34) machte mit Kurz und Nachdrücken kurzen Prozess. Der Däniker, der als technischer Leiter die Aktiven des SK Aarau betreut, weiss eben, wie es in der Praxis geht. Während sich sein Herausforderer den Schweiss aus der Stirne wischte, klopfte ihm der Sieger das Sägemehl vom Rücken. Der Schlussgang war für beide Kontrahenten schon das zweite Aufeinandertreffen an diesem Tag. Im ersten konterte Hügli einen Übersprungangriff Studingers und gewann. Nicht eingreifen in das Schwinggeschehen konnte Titelverteidiger Tobias Widmer, der verletzungsbedingt zuschaute. Die Oberentfelder Kampfrichter Martin Härri und Markus Lindner sorgten dafür, dass alles regelgerecht im Ring zuging. Für Markus Lindner war das allerdings der letzte Gang. Er beendet nach 14 Jahren diese wertvolle, ehrenamtliche Aufgabe.

Erfolgreiche Saisonbilanz

Die Jungschwinger des Schwingklubs Aarau haben in der vergangenen Saison an insgesamt 52 Schlussgängen mitgeschwungen und dabei 32 Festsiege errungen. Herausragend waren die Leistungen von Giulio Russo mit 15 und Florian Eisenring mit 10 Siegen. Aber auch David Maeder mit drei muss sich nicht verstecken. Der Zweiggewinn von David Maeder am Eidgenössischen Nachwuchsschwingertag in Landquart ist dabei besonders erwähnenswert. Maeder David (15), Florian Eisenring (14), Giulio Russo und Gian Studinger mit 13 gewannen für den SK Aarau über alles gesehen die meisten Zweige. Die erfolgreiche Saisonbilanz der Nachwuchsschwinger ist auf harte, disziplinierte Trainingseinheiten und dem engagierten Einsatz des Trainerteams unter der Leitung von David Anderegg, Senior zurückzuführen.

Anerkennende Feedbacks

An dem klubinternen Anlass hatten alle ihre Freude, die Aktiven, die Jungschwinger, die Organisatoren und letztendlich auch Betreuer und Gäste. Sogar Altgemeindeammann Ernst Baumann stattete dem Schwingfest einen Besuch ab: «Die Tradition lebt in Attelwil, man darf sogar lachen». Ob er dabei mit einem lachenden und einem weinenden Auge an die am nächsten Tag stattfindende Gemeinderatswahl für die fusionierte Gemeinde Reitnau dachte? Möglich. Der Müheler Mitorganisator und Nachwuchsbetreuer Hannes Bäni jedenfalls bewertete den verletzungsfrei absolvierten Schwinganlass aus seiner Sicht: «Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Schwingklub einen solchen Anlass überhaupt durchführt». Sein Dank galt in erster Linie der Familie Reinhard, die ihren Hof dafür erneut zur Verfügung stellte. Ob die Attelwiler beim nächsten Hofschwingen ihren Heimvorteil noch besser nutzen? Nach dem Schwingen ist bekanntlich vor dem Schwingen.

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Der Müheler Jungschwinger Finn Zach (r.) lieferte sich gegen den Suhrer Giulio Russo, Suhr eine beherzte Auseinandersetzung, konnte sich aber nicht durchsetzen. (Bild aw.)
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Gingen hart zur Sache, Marco Lazic und Pirmin Reinhard (r.), der den Gang für sich entscheiden konnte.
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Das Saisonschlussschwingen des SK Aarau auf dem Hof der Familie Reinhard war ein Fest für das ganze Dorf.
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