Delle im Bevölkerungswachstum: Kurve zeigt dennoch nach oben

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Einen grossen Einfluss auf das Bevölkerungswachstum hat das Wohnungsangebot und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Severin Bigler

Immer mehr Menschen auf knappem Raum – im Bezirk Zofingen ist die Bevölkerungszahl zwischen Dezember 2017 und Juni 2018 um 419 Personen auf 71 114 Einwohnerinnen und Einwohner angestiegen. Dies entspricht einem Plus von 0,59 Prozent. Im Vergleich zu anderen Semestern ein eher tiefer Wert. Dies sieht auch Statistik Aargau in der Kommentierung ihrer Zahlen so.

Leicht über dem Mittelwert

Zur gesamtkantonalen Situation schreibt das Amt: «Die Bevölkerung des Kantons hat im ersten Halbjahr um 3416 Personen zugenommen und per Ende Juni einen Bestand von 673 466 Personen erreicht. Das Bevölkerungswachstum beträgt damit 0,51 Prozent. «Dieser Wert liegt erneut tiefer als derjenige für die erste Hälfte des Vorjahrs.» Der Bezirk Zofingen liegt mit seinen 0,59 Prozent leicht über dem kantonalen Mittelwert – was sicher der regen Wohnbautätigkeit und der sehr guten Anbindung an den öffentlichen Verkehr und das Autobahnnetz geschuldet ist. In diesem Zusammenhang: Gesamtschweizerisch ist die Bevölkerung um 1685 Personen oder 0,33 Prozent gewachsen.

Was bedeutet diese offensichtliche Delle im Bevölkerungswachstum für die Zukunft? Nichts: Eine Statistik ist eine Rückschau, auch wenn sie – zum Beispiel für die Schulraumplanung – den Planern wichtige Hinweise liefert. Dazu Statistik Aargau: «Die Bevölkerungszunahme im ersten Halbjahr 2018 ist trotz Abschwächung gegenüber den entsprechenden Halbjahresperioden der letzten vier Jahre im langjährigen Vergleich nach wie vor hoch.»

Zu den Gründen der Delle: Steigt man in die Tiefe der Statistik, beeinflussen zwei Grössen die Bevölkerungszahl: die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen sowie zwischen Zu- und Wegzügen. Beide haben in den letzten sechs Monaten markant weniger zum Wachstum beigetragen. Bei den Zu- und Wegzügen spielen auch die Zahlen der Wohnbau- und Leerwohnungsstatistik eine Rolle. Hinzu kommen «weiche», nicht in messerscharfen Zahlen definierbare Faktoren wie die Attraktivität des Wohnangebots und der Wohngemeinde an sich. Besser messen und mit den Zahlen der Bevölkerungsstatistik in Einklang bringen lassen sich da eher jene der Pendlerströme und der diesen zur Verfügung stehenden Anbindung an den öffentlichen Verkehr. Davon profitiert in erster Linie Zofingen mit seinem exzellent in den Fahrplan eingebetteten Bahnhof. Gegenparts dazu sind Wiliberg (kein öV), Attelwil oder Reitnau.

Was ist mit der Stadt los?

Dennoch ergibt sich ein Minus für die Stadt Zofingen, die innert sechs Monaten 60 Bewohnerinnen und Bewohner oder 0,52 Prozent ihrer Bevölkerung verloren hat. Schaut man in die Leerwohnungsstatistik (in der Ausgabe vom 31. August), stellt man fest, dass es im Bezirkshauptort etliche leere Wohnungen gibt, die nicht mehr Neubaucharakter aufweisen, auf der anderen Seite aber qualitativ hochstehende Neubauten noch nicht bezogen waren.

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