Das Piratenschiff vom Heitere Open Air segelt weiter an die Luzerner Fasnacht

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Übergabe in Brittnau bei der Familie Garo: Das Piratenschiff, das auf dem Zeltplatz am Heitere Open Air stand, wurde offiziell an die neue Besitzergruppe übergeben. Thomas Roos (links), der Gemeindepräsident von Ebersecken und Marco Garo besiegeln die Übergabe mit Handschlag. Jakob Ineichen/ Luzerner Zeitung
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Verkauft: Das zum Thema Hawaii dekorierte Schiff wird als Nächstes an der Fasnacht zu sehen sein. Archivbildrsw

Ahoi – wer erinnert sich? Das Schiff ist am Heitere Open Air in Zofingen beim Eingang des Festivalgeländes vor Anker gelegen. Für Besucher war es unmöglich, den Einmaster zu übersehen. Eine Brittnauer Gruppe namens Dr. Wagoon hat den Elbsegler vor Jahren in Adligenswil erworben. Natürlich wurde das Schiff zu Fasnachtszwecken umgebaut und modifiziert. Auch bei Wettfahrten der Pontoniere an der Aare in Aarburg wurde es eingesetzt. Jedoch nicht als Wettkampfgerät, sondern als Siegerpodest oder Bar, vielleicht auch als Tribüne für die Punktrichter. So genau weiss man es nicht mehr.

Fakt ist, das Schiff ist herumgekommen. Für den Transport hat Ueli Lanz, der Älteste der Gruppe, eigens einen Anhänger zusammengeschraubt und geschweisst. Das Überführen des Schiffs von Brittnau nach Triengen, Aarburg oder Ebersecken wäre sonst zu einem Abenteuer geworden, erzählt er.

Stichwort Ebersecken: Dort wird nicht nur politisch mit Altishofen fusioniert, sondern künftig auch gemeinsam das Deck geschrubbt und die Segel gehisst. Eine Gruppe Frauen und Männer – Passivmitglieder der Ricke Grunzer – hatten schon lange die Idee, ein Schiff zu bauen und mit schwarzer Flagge die Umzüge in der Luzerner Landschaft unsicher zu machen. Durch einen Artikel erfuhr ein Mitglied der Gruppe, dass das Schiff am Heitere zu haben ist. «Das hat gepasst. Es macht ja keinen Sinn, dass wir etwas zimmern, wenn die Lösung vor der Nase steht», erklärt sie. Nach Rücksprache mit der Gruppe wurde der Handel noch am Festival besiegelt.

Am Mittwoch reisten die Luzerner in den Aargau, um das Objekt zu holen. Dieses wurde auf dem Heitern übrigens als «Aloha Hawaii Bar» zweckentfremdet. Ungeachtet dessen, dass es auf Hawaii kein Bier gibt, forderte der alte Besitzer Marco Garo vom neuen Thomas Roos: «Für den Anhänger müssen ein paar Flaschen extra drinliegen am Umzug.» Es werden deren sieben sein, an denen die «Black Pearl» segelt. Auch in Altishofen. Gemäss dem Schlager aus dem Jahr 1960 von Lale Andersen: «Ein Schiff wird kommen.»

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