Einen Monatslohn für einen Volleyball

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Kleider können die Einheimischen immer gebrauchen – natürlich auch diese Rivella-Shirts. ZVG
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Diese von einer Zofingerin gestrickten Mützen sind besonders beliebt. ZVG

Mit 4000 Franken Spendengeld und 200 Kilogramm Hilfsgütern im Gepäck reiste «Helping Man» Marcel Steffen diesen September wieder auf die Insel Flores in Indonesien. «Ich bin sehr dankbar, dass alles so gut geklappt hat», sagt der Zofinger. «Die Firma Tschannen hat uns gratis zum Flughafen gefahren; von dort sind wir mit der Singapore Airlines weitergeflogen.» Die 200 Kilogramm Hilfsgüter wurden von Bali via Boot auf die einzelnen Inseln verteilt. «Dort bringe ich sie dann mit einem Roller oder einem Auto in die Dörfer. Es ist mir wichtig, die Transportkosten so klein wie möglich zu halten.» Dieses Mal waren viele Rivella-Shirts dabei, aber auch eine Nähmaschine, ein Rollator, viele medizinische Artikel und Kleider.

«Den meisten ist nicht klar, wie viele Kleider die Einwohner in Flores brauchen. Im Winter wird es extrem kalt», so Marcel Steffen. «Wir brauchen viele Stiefel, Wanderschuhe, Jacken und Pullover.» Aber keine Ski-Anzüge: «In Flores gibt es auch in den Bergregionen keinen Schnee.» Viele Kleider bekommt der «Helping Man» vom gemeinnützigen Frauenverein Zofingen. «Nach jeder Kleiderbörse spenden sie die restlichen Kleider.»

Aber auch Privatpersonen helfen den Einwohnern von Flores. «Eine Mutter aus Zofingen strickte mit ihrer Tochter 20 Mützen, die ich dann in der Bergregion verteilte. Das ist genial», so Steffen. Mit den 4000 Franken Spendengeldern kaufte er unter anderem Schuluniformen und Sportartikel. «Es ist tragisch, aber ohne eine Schuluniform können die Kinder nicht zur Schule.» Eine komplette Schuluniform kostet 15 Schweizer Franken. «Der Monatslohn einer Angestellten beträgt 50 Schweizer Franken im Monat. Das reicht nicht.»

Teuer ist auch die Nationalsportart von Indonesien: «Ein Volleyball kostet so viel wie eine Angestellte im Monat verdient», sagt Marcel Steffen.

Clean-Up-Projekt geht weiter
Bereits im Frühling 2017 war Marcel Steffen auf die Insel gereist; mit im Gepäck waren zehn Müllzangen für das Gebiet Maumere. Er unterstütze damit ein Clean-Up-Projekt auf der Insel. Mittlerweile sind 40 Zangen auf der Insel im Einsatz. «Die Schüler sammeln fleissig den Abfall auf. Für sie ist das ein Spiel», erzählt der «Helping Man». Nächstes Jahr reist Steffen erneut in das Gebiet, um das Clean-Up-Projekt zu kontrollieren und um noch mehr Hilfsgüter zu liefern. «Dann geht es aber auf die nächste Insel, nach Osttimor. Dort wurde ich von Einheimischen angefragt, einer Schule in einem Armenviertel zu helfen.» Schulen und Kindern hilft der Zofinger besonders gerne. «Sie geben dir so viel zurück. Kinder freuen sich über die kleinsten Dinge», sagt er. «Manche Momente sind so berührend, dass mir sogar die Tränen kommen. So auch, als sich eine Schulklasse von mir verabschiedete und drei Lieder vorsang.»

Wer den «Helping Man» unterstützen will, kann sich telefonisch unter der Nummer 078 828 92 31 melden.

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«Manche Momente sind so berührend, dass mir sogar die Tränen kommen.» Marcel Steffen «Helping Man»
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