Spitex muss umstrukturieren, weil Gemeinde Beiträge kürzt

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Symbolbild Archiv ZT

Der Gemeinderat passt auf 1. Januar 2019 die Leistungsvereinbarung mit der Spitex Dagmersellen an, um Geld zu sparen. Profitierten bis anhin sämtliche Leistungen der Spitex von der finanziellen Unterstützung der Gemeinde, subventioniert sie ab dem neuen Jahr nur noch die Pflichtleistungen gemäss Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) sowie den Betreuungsdienst, der Angehörige von schwerstpflegebedürftigen Klienten entlastet.

Der Entscheid fiel trotz intensiven Gesprächen zwischen dem Vorstand der Spitex und dem Gemeinderat, wie die Spitex in einer Mitteilung schreibt. Vereinspräsident Gregor Kaufmann bedauert den Entscheid sehr, ist aber gleichzeitig guter Dinge. Die Spitex hält an ihrem Konzept fest. Die Angebote seien sehr wichtig für ihre Kunden und beinhalteten präventive Bestandteile, um den Menschen möglichst lange ein Leben in ihrer vertrauten Umgebung zuhause zu ermöglichen, heisst es in der Mitteilung. Deshalb organisiert sich die Spitex nun neu und baut ein neues Geschäftsfeld auf: die Spitex Dagmersellen Plus. Dort werden die Leistungen im Bereich Hauswirtschaft, Fahr- und Mahlzeitendienst auf eigenes Risiko weiterhin der Dagmerseller Bevölkerung angeboten.

Angebot sogar erweitert
In der Spitex Dagmersellen Plus soll das Angebot sogar erweitert werden. So sei es den Kunden neu möglich auch ein Abendessen zu beziehen. Hauswirtschaftliche Leistungen könnten jetzt auch ohne ärztliche Verordnung in Anspruch genommen werden. Es sei sicherlich ein mutiger Schritt, auf eigenes Risiko zu wirtschaften, sagt Kaufmann. Aber mit der gemeinsam erarbeiteten Strategie und einem genauen Budget sähen sie dem Ganzen sehr positiv entgegen. Er freue sich, dass die Spitex durch den Entscheid kein Personal entlassen müsse. 

Der Gemeinderat Dagmersellen informierte bereits Anfang Jahr, dass er die Leistungsvereinbarung mit dem Spitex Verein Dagmersellen kündigen, prüfen und anpassen will. Auf Anfrage unserer Zeitung hiess es damals lediglich, dass gewisse Formulierungen in der aus dem Jahr 2010 stammenden Leistungsvereinbarung obsolet geworden seien und «bereinigt» werden müssten. Die Gemeinde sei aber nach wie vor mit der Zusammenarbeit mit der Spitex zufrieden. Bei der neuen Aushandlung hat der Gemeinderat nun sämtliche Leistungen und Kosten überprüft. Aufgrund der steigenden Kosten in der Restfinanzierung Pflege habe der Gemeinderat beschlossen, die Nicht-KLV-Pflichtleistungen nicht mehr zu subventionieren, schreibt Gemeinderätin (Ressort Soziales) Susanne Hodel auf Anfrage. Ausnahme sei der Betreuungsdienst für schwerstpflegebedürftige Klienten.

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