Chemie-Riese Omya übernimmt Galderma-Areal und will bis zu 350 Arbeitsplätze ansiedeln

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Künftig arbeiten die Menschen auf dem Galderma-Areal für den Chemie-Riesen Omya. © Bruno Kissling

Der Industriemineralienproduzent Omya will in das leerwerdende Galderma-Spirig Areal ziehen. Nach dem Entscheid der Nestlé-Tochter Galderma, den Standort in Egerkingen zu schliessen, kauft nun die im Nachbarort Oftringen beheimatete Omya die Liegenschaft, um dort ihre Forschung und Entwicklung unterzubringen.

Weiter beabsichtige Omya, den Geschäftsbereich Cosmospheres von Spirig Pharma zu übernehmen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Bereich entwickelt und produziert hochwertige Zusatzstoffe auf Zellulosebasis für die Kosmetikindustrie. Schon heute sei Omya Lieferant von Grundstoffen für die Kosmetik- und Pharmaindustrie.

Den Mitarbeitenden der Sparte will Omya eine Weiterbeschäftigung anbieten. Zudem prüft sie, auch die Mitarbeitenden des Gebäudemanagements und -unterhalts zu übernehmen. Nestlé hatte im Herbst 2017 angekündigt, die einstige Spirig-Fabrik in Egerkingen zu schliessen und die Produktion von Hautpflegeprodukten ins Ausland zu verlegen. Betroffen sind 190 Mitarbeitende.

Bis zu 350 Vollzeitarbeitsplätze
Omya kommt diese Schliessung nun allerdings gelegen. Der Hauptsitz von Omya im aargauischen Oftringen sei in den vergangenen Jahren stark gewachsen und habe seine Kapazitätsgrenzen erreicht, hiess es in der Mitteilung

Mit dem Umzug der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten ins benachbarte Egerkingen würden die Kapazitätsengpässe am Hauptsitz ohne weitere Baumassnahmen langfristig beseitigt und Raum für die stark wachsenden Aktivitäten des Unternehmens bereitgestellt. Zunächst sollen 150 bis 200 Mitarbeiter auf dem Areal beschäftigt werden. In der Endstufe sollen bis zu 350 Vollzeitstellen angesiedelt sein.

Die Solothurner Volkswirtschaftsdirektorin Brigit Wyss zeigte sich in der Mitteilung erfreut über den praktisch nahtlosen Übergang der Tätigkeiten und die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze: Für den Kanton Solothurn und die Gemeinde Egerkingen sei der Erwerb des Spirig Areals durch Omya ein Glücksfall.

Omya stellt Industriemineralien her und vertreibt weltweit Spezialchemikalien. Zu den Kunden gehören Unternehmen aus den Branchen Baumaterialien, Druck- und Schreibpapier, Technische Polymere, Verpackung, Nahrungsmittel, Pharma, Körperpflege und weitere. Omya zählt heute rund 8000 Mitarbeitende an mehr als 175 Standorten in über 50 Ländern.

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