Postfinance erhöht Kontogebühren kräftig

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Die Postfinance verlangt künftig Geld für die Kontoführungsgebühr - unabhängig vom Kontostand (Bild: KEYSTONE/EQ IMAGES/ANDY MUELLER)

Die Postfinance-Kunden müssen sich im nächsten Jahr auf teils deutlich höhere Gebühren gefasst machen. Wichtigste Neuerung: Alle Privatkunden zahlen künftig eine Kontoführungsgebühr, unabhängig davon wie viel Vermögen sie bei der Postfinance haben. Bisher bezahlten Kunden für ihr Privatkonto ab einem Vermögen von 7500 Franken keine Kontoführungsgebühr. Neu werden pro Monat fünf Franken fällig, unabhängig von der Höhe des Vermögens.

 
 

Beim Privatkonto Plus müssen Kunden ab einem Vermögen von 25’000 Franken ebenfalls 5 Franken pro Monat bezahlen. Bisher war in dieser Konstellation die Kontoführung gratis. Keine Änderung gibt es bei diesem Konto mit einem Vermögen unter 25'000 Franken: Hier beträgt die Gebühr weiterhin 12 Franken pro Monat.

Kontoauszug auf Papier wird kostenpflichtig
Auch der monatliche Kontoauszug auf Papier wird - wie bei den meisten anderen Banken - etwas kosten. Die Postfinance verlangt künftig einen Franken pro Auszug und Monat. Ein Kunde mit einem Privatkonto, der mehr als 7500 Franken Vermögen bei der Post hatte und seinen Kontoauszug weiterhin auf Papier erhalten will, zahlt also pro Jahr neu 72 Franken. Früher war dies für ihn kostenlos.

Happig ist auch die Gebühr, wenn ein Kunde eine Auskunft über seinen Kontostand erhalten will. Egal ob vor Ort in den Filialen oder per Telefon, berappt die Postfinance künftig 4 Franken pro Auskunft. Kostenpflichtig wird künftig auch das Freizügigkeitskonto, auf dem etwa Pensionskassengelder parkiert werden. Dieses kostet künftig neun Franken pro Quartal; also 36 Franken.

Die Post begründet die höheren Gebühren mit dem schwierigen Umfeld mit Blick auf die Wirtschaftsentwicklung und die zunehmenden Regulierungen. Die seit Jahren sehr tiefen oder sogar negativen Zinsen hätten die Zinsmarge erodieren lassen. Ein Grund dafür sei das Postorganisationsgesetz, das Postfinance die eigenständige Vergabe von Krediten und Hypotheken verbietet. Der Richtungsentscheid des Bundesrats ändere vorerst nichts an dieser Situation. Postfinance bezeichnet die neuen Gebühren als branchenüblich.

Er sei sich bewusst, dass die neuen Preise den Kunden "verständlicherweise wenig Freude bereiten", wird Postfinance-Chef Hansruedi Köng in der Mitteilung zitiert. "Angesichts der
Margenerosion und des markanten Gewinnrückgangs können wir es uns aber nicht mehr leisten, Dienstleistungen zu Preisen anzubieten, die unsere Kosten bei Weitem nicht decken."

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