Wenn die unverhoffte Nomination bereits eine grosse Ehre ist

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Seit 2013 pfeift Davor Nevistic (Mitte) Fussballspiele in der Aargauer 2. Liga. (Bild: zvg)

Ein Grundsatz lautet: Wenn der Schiedsrichter während des Spiels nicht im Mittelpunkt steht, hat er seine Arbeit gut gemacht. Bei der siebten Gala des Aargauischen Fussballverbands am Samstag, 17. November gilt diese Regel für einmal nicht. An jenem Abend dürfen die Unparteiischen ohne schlechtes Gewissen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, schliesslich wird der Aargauer Schiedsrichter des Jahres gewählt. Mit Michael Leuenberger und Davor Nevistic stehen heuer gleich zwei Schiedsrichter zur Wahl, die in Oftringen wohnen. «Mir bedeutet diese Nomination sehr viel, damit hätte ich nicht gerechnet», freut sich Nevistic.

Der 39-jährige Chauffeur kann auf eine lange Karriere als Spielleiter zurückblicken. Über 20 Jahre ist es her, seit sein damaliger Klub SC Zofingen Schiedsrichter im Nachwuchsbereich gesucht hatte. «Ich habe den Kurs besucht und Freude an der Aufgabe bekommen», erzählt Davor Nevistic von seinen Anfängen. Nachdem er aus zeitlichen Gründen eine Pause einlegte, nahm Nevistic 2009 einen zweiten Anlauf und absolvierte den Kurs nochmals. Anschliessend arbeitete er sich schnell die Karriereleiter hoch: 2013 pfiff Nevistic bereits in der 2. Liga, ein Jahr später folgten Spiele in der 2. Liga inter.

Derby als Höhepunkt
Als Höhepunkt seiner bisherigen Laufbahn bezeichnet er die Begegnung zwischen dem FC Aarau und dem FC Wohlen anlässlich des Freiämter Cups in Muri. «Da stimmte alles. Es trafen zwei Aargauer Mannschaften, die damals auf hohem Niveau spielten, in einem Derby vor vielen Zuschauern aufeinander», erinnert sich Nevistic.

Schön seien auch jene Momente, wenn sich die Spieler der Mannschaft, die verloren hat, nach dem Schlusspfiff bei ihm und seinen Assistenten für die Leistung bedanken. «Das baut einen auf», sagt Nevistic, der auch mit kritischen Worten umzugehen weiss. «Ich lerne daraus und probiere, meine Sicht der Dinge zu erklären. Und wenn ich einen Fehler gemacht habe, gebe ich das zu. Meistens entschärft das die Situation», sagt er und betont: «Im Fussball gibt es immer zwei Meinungen.»

Deshalb überrascht es nicht, dass Davor Nevistic den Einsatz von technischen Hilfsmitteln wie den Video-Assistenten begrüsst. «Das bringt den Fussball weiter. Wichtig ist, dass am Schluss Gerechtigkeit herrscht», sagt er.

Zwei Oftringer und ein Bremgarter
Die siebte Nacht des Aargauer Fussballs findet am Samstag, 17. November im Campussaal in Brugg-Windisch statt. Neben der Ehrung des Torschützenkönigs der 2.-Liga-Saison 2017/18 zeichnet der Aargauische Fussballverband die Schiedsrichter und Funktionäre des Jahres aus. Bei den Referees steht neben Davor Nevistic mit Michael Leuenberger ein zweiter Unparteiischer aus Oftringen zur Wahl. Leuenberger, der von 2003 bis 2011 Spiele in der 2. Liga pfiff und seither auch in der 2. Liga inter zum Einsatz kommt, leitete 2013 den Aargauer Cupfinal zwischen dem FC Baden II und dem FC Suhr auf dem Mutschellen. Dritter im Bunde der Abstimmung ist Bekir Albayrak aus Bremgarten. Bei den Funktionären stehen Jacqueline Strauss (FC Baden), Hans Hübscher (FC Muri) und Theo Fricker (FC Niederlenz) zur Wahl. Das Voting auf der AFV-Homepage läuft bis am Mittwoch, 31. Oktober.

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